Zeige Inhalt von Solmssen, Georg

Vor- und Nachname: Georg Solmssen
Geburtstag: 07.08.1869
Geburtsort: Berlin
Sterbetag: 10.01.1957
Sterbeort: Lugano
Foto/Dokument:
Solmssen_Georg_Fotografie um 1920_Breite 300_dotCMS Georg Solmssen um 1920
Solmssen_Georg_Schreiben Urbig_erste-Seite_Breite 300_dotCMS In einem Brief vom 9. April 1933 an den Aufsichtsratsvorsitzenden Franz Urbig äußerte sich Solmssen prophetisch über das kommende Schicksal der Wirtschaftselite jüdischer Herkunft: "Ich fürchte, wir stehen erst am Anfange einer Entwicklung, welche zielbewußt, nach wohlangelegtem Plane auf wirtschaftliche und moralische Vernichtung aller in Deutschland lebenden Angehörigen der jüdischen Rasse, und zwar völlig unterschiedslos, gerichtet ist."
(HADB, P01/0014)
Lebensweg:

ausführliche Biographie

Eintritt in die Deutsche Bank bzw. Vorläufer: August 1900 (Disconto-Gesellschaft)
ausgeschieden: Ende Mai 1934 als Vorstandsmitglied, August 1938 als Aufsichtsratsmitglied
Laufbahn: 1904 - 1911 Direktor Disconto-Gesellschaft
1911 - 1929 Geschäftsinhaber Disconto-Gesellschaft
1929 - 1934 Vorstandsmitglied Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft
1933 Vorstandssprecher Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft
1934 - 1937 Aufsichtsratsmitglied Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft
1937 - 1938 Aufsichtsratsmitglied Deutsche Bank
letzte bekannte Adresse in Deutschland: Berlin, Alsenstraße 9
Emigration: 1938 in die Schweiz
Archivquellen: HADB, P01/0014
Literatur: Harold James / Martin L. Müller (Hrsg.), Ein deutscher Bankier. Briefe aus einem halben Jahrhundert 1900-1956, München 2012
Weblinks: https://www.deutsche-biographie.de/gnd117462497.html

Zeige Inhalt von Steckelmacher, Fritz

Vor- und Nachname: Fritz Steckelmacher (Frederick Stokes)
Geburtstag: 25.05.1885
Geburtsort: Mannheim
Sterbetag: 30.12.1987
Sterbeort: London
Foto / Dokument:
Steckelmacher-Fritz--Schreiben intern--300 Schreiben der Personal-Abteilung der Berliner Zentrale an die Direktion der Filiale Frankfurt. Der Betriebsführer sowie der Vertrauensrat der Filiale Wiesbaden hatten sich zuvor wiederholt an die Direktion in Frankfurt mit der Forderung gewandt, Steckelmacher aufgrund seiner jüdischen Herkunft zu versetzen oder zu pensionieren. Die Personal-Abteilung der Berliner Zentrale gab diesem Druck widerwillig nach und pensionierte Steckelmacher zum Juli 1935 vorzeitig. (HADB, P03/S1443)
Leben: Geboren 1855 als Sohn des Mannheimer Stadtrabbiners Dr. phil. Moritz (Moshe) Steckelmacher, der aus dem tschechischen Boskovice stammte, erlangte Fritz Steckelmacher 1901 das Abitur und begann seine berufliche Laufbahn mit einer Lehre im Mannheimer Bankgeschäft Weil & Benjamin. Ab 1906 war er bei Wertpapierhäusern in London und Paris tätig. Ab Februar 1915 leistete er bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Militärdienst. 1919 kehrte er zunächst für wenige Monate nach Mannheim zur Süddeutschen Disconto-Gesellschaft zurück, bevor er zum Bankgeschäft E. Ladenburg in Frankfurt als Börsenvertreter und Prokurist wechselte. Nachdem E. Ladenburg in der Fusion der Deutschen Bank und der Disconto-Gesellschaft 1929 aufgegangen war, arbeitete Steckelmacher als Börsenvertreter und Prokurist der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft Filiale Frankfurt und übernahm im Oktober 1931 die Position als Prokurist in der Filiale Wiesbaden. Mit Verweis auf Steckelmachers jüdische Herkunft bezog der "Betriebsführer" der Filiale Wiesbaden bereits ab September 1933 gegen ihn Stellung. Gemeinsam mit dem "Vertrauensrat" erwirkte der "Betriebsführer" schließlich seine Pensionierung zum 1.7.1935. 1939 emigrierte Steckelmacher mit seiner Ehefrau nach London. Bereits seit 1911 besaß er die britische Staatsangehörigkeit und änderte seinen Namen nach der Emigration zu Frederick Stokes. Die Pensionszahlungen an Stokes stellte die Deutsche Bank 1941 ein. In den 1950er-Jahren arbeitete er als Buchhalter bei einem Londoner Weinhändler. Sein Bruder Ernst, Bezirksrabbiner in Mannheim, wurde im KZ Lublin-Majdanek ermordert, sein Bruder Siegfried, Nervenfacharzt, emigrierte nach Israel. Frederick Stokes starb in London im Alter von 102 Jahren.
Eintritt in die Deutsche Bank bzw. Vorläufer: 01.05.1919 (E. Ladenburg)
Austritt: 01.07.1935
berufliche Laufbahn: 01.09.1901 - 31.12.1905 Weil & Benjamin, Mannheim (Banklehre, Angestellter) 
01.01.1906 - 31.07.1908 Bierer & Co., London (Korrespondent)
01.08.1908 - 01.09.1911 Paul & Schweder Co., London (Arbitragen mit Paris und Berlin)
01.10.1911 - 31.07.1914 Albert Guggenheim Co., Paris (Arbitragen mit London und Holland)
1919 Süddeutsche Disconto-Gesellschaft, Mannheim
01.05.1919 - 30.11.1929 E. Ladenburg, Frankfurt (Börsenvertreter & Prokurist)
01.12.1929 - 04.10.1931 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft Filiale Frankfurt (Börsenvertreter & Prokurist)
05.10.1931 - 30.06.1935 Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft Filiale Wiesbaden (Prokurist)
1950er Buchhalter in Londoner Weinfirma
letzte bekannte Adresse: Wiesbaden, Rheinstraße 98
Emigration: 1939 nach London
Archivquellen: HADB, P03/S1443; HADB, P33/St0007; HADB, P85/S0129/1

Zeige Inhalt von Steinthal, Max

Vor- und Nachname: Max Steinthal
Geburtstag: 24.12.1850
Geburtsort: Berlin
Sterbetag: 08.12.1940
Sterbeort: Berlin
Foto/Dokument:
Steinthal, Max_300 Max Steinthal um 1925
Steinthal, Max_Gruppenbild_300 Gruppenbild aus Anlass des 80. Geburtstag von Max Steinthal im Dezember 1930 in seinem Berliner Haus in der  Uhlandstraße. Der Jubilar sitzt zwischen den Damen in er Mitte, rechts neben ihm seine Ehefrau Fanny. Hinter ihnen stehen zahlreiche Vorstände und Aufsichtsräte der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, darunter seine jüdischen Kollegen Theodor Frank (4. v.l.), Oscar Wassermann (7. v.l.), Georg Solmssen (2. v.r.).
Lebensweg:  
ausführliche Biographie
Eintritt in die Deutsche Bank bzw. Vorläufer: 13.12.1873
ausgeschieden: 01.05.1935
Laufbahn: 1866-1871 Bankhaus A. Paderstein (Lehrzeit, Prokurist)
1872-1873 A. Paderstein'scher Bankverein (Direktor)
1873-1905 Vorstandsmitglied der Deutschen Bank
1905-1923 Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank
1923-1932 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank
1932-1935 Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft
letzte bekannte Adresse: Berlin, Budapester Str., Hotel Eden
Archivquellen: HADB, SG01/079
Literatur: Max Fuchs: Max Steinthal zu seinem achtzigsten Geburtstag am 24. Dezember 1930 (Festschrift). Berlin 1930.
Paul Wittig: Max Steinthal – Sein Wirken für die Berliner Hoch- und Untergrundbahnen. In: Die Fahrt – Zeitschrift der Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft, 3. Jahrgang, Nr. 3, Berlin 1931, S. 45-48.
Erich Achterberg: Berliner Hochfinanz – Kaiser, Fürsten, Millionäre um 1900. Fritz Knapp Verlag, Frankfurt am Main 1965. Biografie Steinthal S. 28-33.
Max Steinthal: Ein Bankier und seine Bilder. Berlin 2004.
Weblinks:

https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Steinthal

https://objekte.jmberlin.de/object/jmb-obj-173705/Stammbaum+der+Familie+Steinthal+%281720-1935%29

Zeige Inhalt von Strauss, Else

Vor- und Nachname: Else Strauss
Geburtstag: 30.07.1896
Geburtsort: Offenbach am Main
Sterbetag: 29.01.1943
Sterbeort: Theresienstadt
Dokument:
Strauss. Else, Schreiben 20-7-1940_Breite 300_dotCMS Schreiben von Else Strauss an die Geschäftsleitung der Deutschen Bank Filiale Frankfurt vom 18. Juli 1940 anlässlich des 25. Jahrestages ihres Eintritts in die Deutsche Bank.
Lebensweg: Else Strauss war die Tochter des Frankfurter Kaufmanns Siegfried Strauss und seiner Frau Flora geb. Liffmann. Nach dem Besuch des Lyzeums und der Handelsschule arbeitete sie von Mitte 1914 bis Mitte 1915 beim Frankfurter Zigarrenagenten Julius Goetz. Anfang August 1915 trat sie in die Filiale der Deutschen Bank in Frankfurt ein. Viele zum Kriegsdienst einberufene Männer wurden damals durch Frauen mit kaufmännischer Vorbildung ersetzt. Sie war eingestuft als Tarifangestellte der Gruppe II und ab 1937 der Gruppe III. Zuletzt war sie in der Wechselabteilung beschäftigt. Aufgrund einer schweren Erkrankung (Multiple Sklerose) wurde sie 1938 in den Ruhestand versetzt. Ihre Gesundheit verschlechterte sich weiterhin. Else Strauss blieb ledig. Sie verstarb Anfang 1943 im Ghetto Theresienstadt, wohin sie im August 1942 deportiert worden war.
Eintritt in die Deutsche Bank bzw. Vorläufer 02.08.1915
ausgeschieden: 01.04.1938
Laufbahn: 1914 - 1915 bei Julius Goetz, Agent der Zigarrenbranche, Frankfurt
1915 - 1938 Deutsche Bank Filiale Frankfurt (zuletzt als Tarifangestellte in der Wechselabteilung)
letzte bekannte Adresse: Frankfurt am Main, Marienbaderstr. 27 (vor 1935 und nach 1945 Karl-Flesch-Straße), dort Stolperstein verlegt im September 2021 auf Initiative der Deutschen Bank
Transport: 19.08.1942 Frankfurt - Theresienstadt (XII/I) 
Archivquellen: HADB, P3/S1140
Weblinks: https://www.holocaust.cz/en/database-of-victims/victim/34450-else-strauss/

https://www.ushmm.org/online/hsv/person_view.php?PersonId=1497270<

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11643353&ind=1

Zeige Inhalt von Wassermann, Oscar

Vor- und Nachname: Oscar Wassermann
Geburtstag: 04.04.1869
Geburtsort: Bamberg
Sterbetag: 08.09.1934
Sterbeort: Garmisch
Foto / Dokument:
Wassermann_Oscar_painting_300 Oscar Wassermann auf einem undatierten Gemälde von Raffael Schuster Woldan
Wassermann_Oscar_letter_300 Abschiedswort Oscar Wassermanns anlässlich seines offiziellen Ausscheidens im Dezember 1933. Als Faksimile abgedruckt in der Mitarbeiterzeitschrift 'Monatshefte der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft': "Mir war es nicht mehr vergönnt, durch die Wirren der Vergangenheit und die Schwierigkeiten der Gegenwart hindurch die Bank zu alter Kraft und Größe zurückzuführen."
Lebensweg:

ausführliche Biographie

Eintritt in die Deutsche Bank: 01.04.1912
ausgeschieden: 31.12.1933
Beruflicher Werdegang:

1889 - 1912 Bankhaus A.E. Wassermann Bamberg, Filiale Berlin
1912 - 1933 Deutsche Bank (Vorstandsmitglied, seit 1923 Vorstandssprecher)

letzte bekannte Adresse: Berlin, Rauchstraße 14 
Archivquellen: HADB, SG01/084
Literatur: Avraham Barkai, Oscar Wassermann und die Deutsche Bank - Bankier in schwieriger Zeit, München 2005
Weblink:

https://de.wikipedia.org/wiki/Oscar_Wassermann