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Personen

Cartellieri, Ulrich

Lebensdaten:
1937


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1981-1997



Christians, F. Wilhelm

Lebensdaten:
01.05.1922 in Paderborn - 24.05.2004 in Düsseldorf


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstand 1965-1988 (Sprecher 1976-1988), Vorsitzender des Aufsichtsrats 1990-1997




Als der promovierte Jurist Christians 1949 bei der Deutschen Bank seinen Berufsweg begann, sollte dies nur ein Schritt auf dem Weg zum Auswärtigen Dienst sein. Das Bankgeschäft interessierte ihn aber so sehr, dass er in der Bank blieb und nach gründlicher Ausbildung bald Karriere machte. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Filialdirektor wurde er 1965 zum Mitglied des Vorstands berufen.

Ab 1976 stand Christians, zuerst zusammen mit Wilfried Guth und danach mit Alfred Herrhausen, zwölf Jahre als Vorstandssprecher und später von 1990 bis 1997 als Aufsichtsratsvorsitzender an der Spitze des Hauses. Von 1975 bis 1979 bekleidete er das Amt des Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Banken.

Während seiner Vorstandstätigkeit für die Deutsche Bank hat sich der gebürtige Paderborner besonders für die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ost und West eingesetzt. Sein Engagement verhalf Anfang der siebziger Jahre dem ersten deutsch-sowjetischen Erdgasröhrengeschäft zum Durchbruch. Der Finanzdiplomat Christians galt als einer der besten Ost-Experten, dessen Rat in Wirtschaft und Politik weithin gefragt war. Sein Engagement für das Auslandsgeschäft führte dazu, daß Christians häufig als "Außenminister" der Deutschen Bank tituliert wurde.

Besorgt über den chronischen Eigenkapitalmangel in der deutschen Wirtschaft hat sich Christians bereits frühzeitig für Börseneinführungen mittelständischer Unternehmen und für die breite Akzeptanz der Aktie als Anlageinstrument eingesetzt. Auch für die Kunst engagierte sich Christians in besonderem Maße.

Er initiierte die erste deutsch-russische Kulturkooperation in den achtziger Jahren. Bis zu seinem Tode war er engagiert in zahlreichen kulturellen Institutionen. Für seinen Einsatz in Wirtschaft und Kultur erhielt Christians zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen.

 



Cohen, Anton

Lebensdaten:
18.12.1824 in Königsberg - 29.06.1898 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Verwaltungsrats 1870-1898




Nach Adelssen oder dem Bankhaus Adelssen & Co. sucht man auf der Liste der Anteilszeichner bei der Gründung der Deutschen Bank vergeblich. Anton Cohn unterschrieb dort unter seinem ursprünglichen Namen, den er 1881 ablegte, um den Nachnamen seiner Frau Anna, in der Schreibweise Adelssen, anzunehmen. Sie, wie Cohen selbst, stammte aus einer ursprünglich jüdischen Familie, die sich taufen ließ. Ihr Vater Jacob Ludwig Adelson war ein erfolgreicher Kaufmann und russischer Konsul, Anton selbst wurde 1884 zum griechischen Konsul berufen.

Aus dem Bankhaus Cohn, Bürger & Co. in Berlin, die unter diesem Namen als Anteilszeichner bei der Gründung der Deutschen Bank vermerkt ist, wurde durch die Namensänderung Adelssen & Co. Adelssen schied erst durch seinen Tod im Jahre 1898 aus dem Verwaltungsrat der Deutschen Bank aus. Bei deren Entstehung hatte er für sein Bankhaus Anteile über nominell 141 000 Talern erworben und war in der ersten Generalversammlung zu einem Mitglied des Verwaltungsrats gewählt worden. Er gehörte außerdem der im Geschäftsbericht der Bank für das Jahr 1872 erwähnten ersten Revisions-Kommission an. Seine Bank war außerdem an der Gründung der Nationalbank für Deutschland und als Unterbeteiligter der Deutschen Bank an der Gründung des Berliner Bankvereins beteiligt.


Cohrs, Michael

Lebensdaten:
1956


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 2009-2010



Craven, John A.

Lebensdaten:
23.10.1940


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands von 1990-1996



Cryan, John

Lebensdaten:
1960


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 2015-2018 (Co-Vorsitzender des Vorstands 2015-2016, Vorsitzender des Vorstands Mai 2016 - April 2018)



Deichmann, Adolf

Lebensdaten:
27.10.1831 in Köln - 12.11.1907 in Dresden


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Verwaltungsrats 1870-1871




Der Leiter des Londoner Bankhauses Horstmann & Co. ist weder als Privatperson noch als Vertreter seines Bankhauses auf der Zeichnerliste zu sehen, die bei der Gründung der Deutschen Bank gefertigt worden war. Ungeachtet dessen wurde er in der ersten Generalversammlung zum Mitglied des Verwaltungsrats gewählt, dem er 1871 aber schon nicht mehr angehörte. Er stammte aus der Bankier-Familie Deichmann, den Inhabern des Bankhauses Deichmann & Co., welches im Verwaltungsrat aber von Adolph von Rath und bei der Zeichnung der Anteile von Victor Wendelstadt repräsentiert wurde.

Adolfs Vater Wilhelm Deichmann hatte 1830 in die Kölner Familie Schaaffhausen eingeheiratet und war somit Teilhaber des Handelshauses und des A. Schaaffhausen’schen Bankvereins geworden, der 1848 zur ersten Aktienbank in Preußen umgewandelt wurde. Er leitete die Bank im ersten Jahrzehnt, trat aber 1858 freiwillig aus deren Vorstand um mit dem schon erwähnten Adolph von Rath das Bankhaus Deichmann & Co. in Köln zu gründen. Seine Verbindungen reichten zu den größten Handelshäusern, den bekanntesten Banken und Industriellen Nordwestdeutschlands. Adolf Deichmann, der älteste Sohn Wilhelms, wurde zum Teilhaber der Londoner Bank Horstmann & Co., nachdem er erste Erfahrungen beim A. Schaaffhausen’schen Bankenverein gemacht hatte. Nach dem Tod des Vaters blieb er in London, während die drei jüngeren Brüder das Bankgeschäft in Deutschland übernahmen.

Adolf Deichmann war preußischer Geheimer-Kommerzienrat und agierte in London nicht nur als Bankier, sondern auch als Diplomat, so wurde er 1888 zum Freiherrn berufen. Er und seine Frau Hilda Elizabeth von Bunsen hatten Beziehungen zu den ersten politischen und wirtschaftlichen Kreisen der Londoner Gesellschaft.


Delbrück, Adelbert

Lebensdaten:
16.01.1822 in Magdeburg - 26.05.1890 in Kreuzlingen


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Vorsitzender des Verwaltungsrats 1871-1889




Die Gründung der Deutschen Bank ist vornehmlich der Initiative des Bankiers Adelbert Delbrück zu verdanken. Zusammen mit dem Politiker und Währungsexperten Ludwig Bamberger und einem Bankenkonsortium verwirklichte er 1870 den Plan, ein großes Institut zur Finanzierung des deutschen Außenhandels zu schaffen.

Delbrück, 1822 in Magdeburg geboren, entstammte einer bedeutenden Juristen- und Theologenfamilie, die eine herausragende Rolle in der hohen Beamtenschaft Preußens und Deutschlands gespielt und zahlreiche Staatsmänner, Politiker und Gelehrte hervorgebracht hat. Sein Vater, Gottlieb Delbrück, war Jurist, Geheimer Oberregierungsrat in Magdeburg, schließlich Kurator der Universität Halle. Adelberts Vetter, Rudolf von Delbrück, stand seit 1867 an der Spitze des Bundeskanzleramtes, seit 1871 des Reichskanzleramtes und hatte als rechte Hand Bismarcks bis 1876 wesentlichen Anteil an der liberalen Wirtschaftspolitik des Reiches - eine familiäre Konstellation, die bei der Gründung der Deutschen Bank nicht gerade von Nachteil war.

Adelbert Delbrück hatte zunächst Theologie studiert, war dann jedoch zum Studium der Jurisprudenz übergewechselt. Entgegen der Familientradition war er anschließend jedoch nicht in den Staatsdienst eingetreten, sondern hatte sich in der freien Wirtschaft betätigt: Er begann als Rechtsanwalt und Justitiar einer neugegründeten Spinnerei und Weberei in Gladbach, bevor er als Generalagent der Concordia Lebensversicherungsgesellschaft nach Berlin wechselte.

Dort hatte er 1854 unter Mitwirkung rheinischer Kaufleute und Bankiers das Bankhaus Delbrück Leo & Co. gegründet. Sein Sohn Ludwig baute das Bankhaus weiter aus, das im Jahre 1910 mit dem Bankhaus Gebr. Schickler zu Delbrück Schickler & Co. fusionierte. 82 Jahre später sollte einer der Teilhaber dieser Privatbank, Hermann Josef Abs, als Vorstandsmitglied in die Deutsche Bank wechseln und ihre Geschicke wesentlich mitbestimmen. Adelbert Delbrück übernahm neben seiner beruflichen Tätigkeit auch wichtige öffentliche Ämter.

Bereits 1861 an der Gründung des Deutschen Industrie- und Handelstages beteiligt, trat er in den Jahren 1870 bis 1885 an die Spitze dieses Gremiums, in dem die zentralen finanz-, währungs- und wirtschaftspolitischen Probleme der Zeit diskutiert wurden. Im Ältesten-Collegium der Berliner Kaufmannschaft nahm Delbrück Einfluss auf die Entwicklung und Organisation der Berliner Börse. Außerdem engagierte er sich als Gründungsmitglied der Deutschen Fortschrittspartei in der Berliner Stadtverordneten-Versammlung, lehnte dann freilich eine Kandidatur für das preußische Abgeordnetenhaus ab und übernahm auch keine weiteren Funktionen in den Gremien der Partei.

Mit dem Gedanken »eine große Bank zu schaffen, hauptsächlich für den überseeischen Handel, die uns unabhängig machen sollte von England und den Kreditgewährungen, die der deutsche Kaufmann nur in London fand und suchen konnte«, ging Adelbert Delbrück seit dem Frühjahr 1869 um. Er bemühte sich zunächst, das Berliner Bankhaus Mendelssohn für seine Idee zu gewinnen, ohne jedoch auf große Gegenliebe zu stoßen. Einen gewichtigen Förderer seiner Pläne fand er hingegen in dem weltläufigen und weitgereisten Ludwig Bamberger. Außerdem gewann er die Inhaber bekannter Berliner Bankhäuser für sein Projekt, dem er damit eine breite Kapitalbasis sicherte.

Dem Gründungskomitee, das im Frühsommer 1869 gebildet wurde, gehörten außer Delbrück fünf weitere Mitglieder an. Nachdem Delbrück auf die Beteiligung »eines der ersten Berliner Bankhäuser« besonderen Wert legte und Mendelssohn nicht zu gewinnen war, trat Victor von Magnus, der Chef des Bankhauses F. Mart. Magnus dem Komitee bei und übernahm sogar dessen Vorsitz. Von der ersten Generalversammlung der Deutschen Bank wurde Delbrück in den vierundzwanzigköpfigen Verwaltungsrat gewählt, aus dessen Mitte zum ersten Vorsitzenden des Verwaltungsrats Victor von Magnus bestimmt wurde. Im Juli 1871 wurde er von Adelbert Delbrück in dieser Funktion abgelöst.

Mehr Theoretiker als Praktiker hatte Delbrück die Gründung der Deutschen Bank von Anfang an vorwiegend aus wirtschaftspolitischen Erwägungen betrieben. Als sich rasche Erfolge beim Aufbau des Außenhandelsgeschäft nicht einstellen wollten, suchte die Bank nach anderen Wegen, um zu verdienen und Dividenden an die Aktionäre zu verteilen. Ein Dauerkonflikt zwischen Delbrück und Georg Siemens, dem führenden Mann der Direktion der Bank, ging mit diesen Strategiefragen einher. Dabei spielte eine wesentliche Rolle, dass das damalige Aktienrecht keinen Unterschied zwischen Verwaltungsrat und Direktion machte. Die Direktion war ein Organ des Verwaltungsrats und von diesem mit der Geschäftsführung betraut.

Erst die Aktienrechtsnovelle von 1884 änderte diese Konstruktion. Sie zog einen Trennungsstrich zwischen Direktion, seit 1920 als Vorstand bezeichnet, und Verwaltungsrat, dessen Funktionen im wesentlichen auf Kontrolltätigkeiten beschränkt wurden. Für die Geschäfte zeichnete nunmehr allein der Vorstand verantwortlich. Delbrück blieb jedoch Vorsitzender des Verwaltungsrats bis er 1889 aus Krankheitsgründen aus dem Gremium ausscheiden musste. Unter seinem Nachfolger Adolph vom Rath wurde der Verwaltungsrat in Aufsichtsrat umbenannt.

 



Di Iorio, Anthony

Lebensdaten:
1943


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 2006-2008



Dobson, Michael

Lebensdaten:
13.05.1952


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1996-2000




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Letzte Änderung: 18.12.2018
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