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Personen

Ehret, Robert

Lebensdaten:
19.07.1925 in Mannheim


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1970-1985



Eltzbacher, Jacob Löb

Lebensdaten:
07.05.1825 in Neuenkirchen - 04.09.1876 in Mehlem


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Verwaltungsrats 1870-1876




Die jüdische Familie Eltzbacher gründete Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedene Kaufmanns- und Handelsunternehmen sowie Bankhäuser. Jacob Löb war der Zweitgeborene und eröffnete 1844 mit seinem älteren Bruder in Köln das Kolonialwarenhandel- und Kommissionsgeschäft Gebr. Eltzbacher. In den folgenden Jahren gründete er Eltzbacher & Co. in Amsterdam, dessen Inhaber sein jüngerer Bruder Moritz wurde; als Teilhaber agierten aber die beiden älteren Brüder. Dieses Unternehmen war vor allem für den Export und Import der Waren zuständig, mit denen die Kölner Firma Gebr. Eltzbacher handelte. In den 1860er Jahren begann Eltzbacher seine Interessen auf das Bankgeschäft zu verlegen, so wandelte er sein Kölner Unternehmen 1858 in das Bankhaus J.L. Eltzbacher & Co. um, welches schnell zu einem der wichtigsten und aktivsten Privatbanken in seiner Heimatstadt wurde.

Die Verbindung zwischen den Eltzbacher Unternehmen erkennt man bei der Gründung der Deutschen Bank. Jacob Löb erwarb für sein Kölner Bankhaus als einer der letzten Zeichner Anteile im Wert von 17 800 Talern. Trotz eines nicht sehr hohen Beitrags wurde er an der ersten Generalversammlung in den Verwaltungsrat gewählt. Dem Gremium gehörte er bis zu seinem Tod an. Im ersten Verzeichnis der Mitglieder wird er dort als Vertreter von Eltzbacher & Co. aus Amsterdam gelistet. Eltzbacher war auf Grund seiner unternehmerischen Tätigkeiten und den daraus resultierenden internationalen Beziehungen ein interessanter Partner für die Deutsche Bank. Sein Bankhaus beteiligte sich an der Eisenbahnfinanzierung, an Chemie-, Kohle-, Maschinen- und Eisenproduktionsunternehmen. Mit seinem Bruder Moritz wirkte Jacob Löb Eltzbacher außerdem bei der Gründung der Amsterdamer Bank mit.


Endres, Michael

Lebensdaten:
1937


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1988-1998



Fehr, Selmar

Lebensdaten:
25.03.1874 in Braunschweig - 21.06.1934 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1923-1930




Selmar Fehr stammte aus einer jüdischen Braunschweiger Kaufmannsfamilie. Er absolvierte zunächst eine Banklehre bei dem Berliner Bankhaus S. Fraenkel und kam im Jahre 1899 zur Deutschen Bank, wo er zunächst im Kuxmarkt (Handel mit Anteilen an bergbaurechtlichen Unternehmungen) tätig war. 1905 erhielt er Prokura, wurde 1912 Abteilungsdirektor und 1916 stellvertretender Direktor. Während und nach dem Ersten Weltkrieg widmete er sich vor allem Fragen der Bankorganisation zur Neuregelung des in der Inflationszeit stark angewachsenen Börsengeschäfts. 1923 trat er in der Nachfolge von Paul Mankiewitz in den Vorstand der Deutschen Bank ein. Kurz zuvor war er in den Berliner Börsenvorstand gewählt worden. Auch bei der Deutschen Bank fiel das Börsengeschäft in seine Zuständigkeit.
Im Zusammenhang mit dem starken Kurseinbruch an der Berliner Börse im Mai 1927 wurde die Deutsche Bank beschuldigt, vorzeitig informiert gewesen zu sein und ihr Insiderwissen zu umfangreichen Spekulationen missbraucht zu haben. Insbesondere Fehr hätte große Leerverkäufe für eigene Rechnung und für die Deutsche Bank vorgenommen. Fehr beantragte daraufhin gegen sich ein Verfahren des Ehrengerichts der Berliner Börse. Gleichzeitig wurde gegen ihn ein Antrag auf Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gestellt. Obwohl beide Verfahren eingestellt wurden, sah man das weitere Verbleiben Fehrs im Vorstand der Deutschen Bank als unhaltbar. Mitte 1930 schied er daher aus dem Vorstand aus und wechselte als Teilhaber zu dem der Deutschen Bank eng verbundenen Bankhaus Georg Fromberg & Co. Dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank gehörte er noch bis 1931 an.



Feith, Hans

Lebensdaten:
16.04.1910 in Eitorf/Sieg - 03.02.1986 in Frankfurt am Main


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1959-1976




Nach dem Jurastudium, das er 1935 mit der Promotion abschloss, und einer mehrjährigen Tätigkeit als Referent für Energiefragen im Reichswirtschaftsministerium, trat Feith im Juli 1939 in die Berliner Zentrale der Deutschen Bank ein. Von 1940 bis 1945 war er als Referent für Energiewirtschaft an das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit in Prag dienstverpflichtet. Nach Kriegsende kehrte er in die Deutsche Bank zurück und war zunächst bei der Filiale Hildesheim tätig. Seine weiteren Stationen in der Deutschen Bank (bzw. ihren Nachfolgeinstituten) waren: 1947 Prokurist, 1948 stellvertretender Direktor der Filiale München, 1952 Direktor der Filiale Mannheim, 1958 Direktor mit Generalvollmacht in der Filiale Frankfurt am Main. 1959 wurde er in den Vorstand berufen, wo er für die Filialbezirke Frankfurt und Mannheim zuständig war. In der Frankfurter Zentrale unterlagen ihm die Dezernate Börse und Effekten, Börseninformationen, Rechtsabteilung und Sekretariat.
Als ausgewiesener Börsenfachmann gehörte Feith viele Jahre dem Vorstand der Frankfurter Wertpapierbörse an. Er war Vorsitzender des Ausschusses für Wertpapier- und Börsenfragen des Bundesverbands deutscher Banken sowie Mitglied der Börsensachverständigenkommission und des Zentralen Kapitalmarktausschusses.
Zu seinen wichtigen Aufsichtsratsmandaten gehörten der Vorsitz oder stellvertretende Vorsitz bei der AG für Industrie- und Verkehrswesen, der Frankfurter Hypothekenbank, der Portland-Zementwerke und Südzucker.
Dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank gehörte Feith nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand von 1976 bis 1985 an.



Fischer, Hermann

Lebensdaten:
22.11.1873 in Magdeburg - 24.08.1940 in Berlin


Bank:
Disconto-Gesellschaft


Funktion:
Geschäftsinhaber 1914-1919, Mitglied des Aufsichtsrats 1920-1929, Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft 1929-1931




Der Sohn eines Magdeburger Bauunternehmers schloß 1899 sein in Bonn und Straßburg absolviertes Jurastudium mit der Promotion ab und ließ sich als Rechtsanwalt in Köln nieder. Gleichzeitig lehrte er Handelsrecht als Dozent an der Kölner Handelshochschule. Den Weg in die Praxis fand er als Justitiar des A. Schaaffhausen‘schen Bankvereins in Köln, in dessen Auftrag er 1907 die Leitung der Internationalen Bohrgesellschaft, Erkelenz, übernahm. Nach fünfjähriger Tätigkeit in diesem Unternehmen wurde er 1912 zum Vorstandsmitglied von Schaaffhausen berufen. 1913 siedelte er nach Berlin über, wo das Kölner Bankhaus eine Nebenstelle ihrer Zentrale unterhielt. Aus Anlass der Fusion der Disconto-Gesellschaft mit Schaaffhausen im Jahr 1914 trat Fischer dann auch in das Kollegium deren Geschäftsinhaber ein. Im Ersten Weltkrieg wurde er einberufen und als Rittmeister der Reserve an der Front eingesetzt. 1916 berief ihn das preußische Kriegsministerium als Referent für die Eisen- und Stahlwirtschaft. Nach Kriegsende wurde er als führender Referent im Ministerium für die wirtschaftliche Demobilmachung tätig. Aus dem Kreis der Geschäftsinhaber schied Fischer 1919 auf eigenen Wunsch aus und trat in den Aufsichtsrat der Disconto-Gesellschaft, ab 1929 der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, über, dem er von 1920 bis 1931 angehört hat. Zugleich begann er mit einer verstärkten politischen Tätigkeit. Zusammen mit Friedrich Naumann und anderen war er Mitglied des vorläufigen Hauptvorstands der neu gegründeten linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Von 1920 bis 1930 vertrat er die DDP als Abgeordneter im Reichstag, wo er sich vor allem als Sachverständiger für Steuer- und Haushaltsfragen engagierte. In den Jahren 1929/30 nahm er den stellvertretenden Parteivorsitz der DDP wahr. Im Jahre 1922 wurde er zum Präsidenten des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie gewählt. Ein Amt, das er bis 1933 ausübte und in dem er sich für einen möglichst geringen staatlichen Einfluß auf die Wirtschaft einsetzte. Fischer kritisierte den Zusammenschluss der DDP mit dem paramilitärischen Jungdeutschen Orden und der Volksnationalen Reichsvereinigung zur Deutschen Staatspartei (DStP), blieb aber für die DStP Mitglied des Reichstages. Seine Bemühungen um die Bildung einer neuen liberalen, bürgerlichen Partei, die sich dem wachsenden Einfluss der NSDAP entgegenstellen sollte, scheiterten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam Fischer kurzeitig in „Schutzhaft“. Danach konnte er zwar als Rechtsanwalt und Notar in Berlin tätig werden, blieb jedoch als „führender Mann der Systemzeit“ unter Beobachtung des nationalsozialistischen Sicherheitsdienstes.



Fischer, Paul David

Lebensdaten:
02.06.1836 in Berlin - 13.03.1920 in Berlin


Bank:
Disconto-Gesellschaft


Funktion:
Mitglied des Aufsichtsrats 1899-1902, Vorsitzender des Aufsichtsrats 1902-1920




Die Disconto-Gesellschaft hat sich in zahlreichen Fällen aus den Reihen hoher Staatsbeamter und Verwaltungsjuristen Führungspersönlichkeiten in ihre Leitung geholt. Zu ihnen gehörte auch Paul David Fischer, dem fast 20 Jahre lang der führende Platz im Aufsichtsgremium der Bank anvertraut war. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte Fischer an den Universitäten in Berlin und Bonn Jura und trat im Jahre 1858 in den preußischen Justizdienst ein. Im Frühjahr 1867 in das Generalpostamt des Norddeutschen Bundes berufen wurde er in einer fast dreißigjährigen Zusammenarbeit einer der bedeutendsten Mitarbeiter und Vertrauter des Staatssekretärs Heinrich von Stephan. Nach Stephans Tod im Jahre 1897 nahm er als Unterstaatssekretär und Wirklicher Geheimer Rat den Abschied aus dem Reichsdienst. Der Eintritt in die Disconto-Gesellschaft erfolgte im Jahre 1899, als Adolph von Hansemann ihn in die Leitung der Schantung-Gesellschaften berief und er gleichzeitig in der Generalversammlung vom 27. März 1899 auch in den Aufsichtsrat der Bank gewählt wurde. Hier übernahm er 1902 den Vorsitz, den er bis zu seinem Tod innehatte.



Fischer, Thomas R.

Lebensdaten:
1947


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1999 - 2002



Fitschen, Jürgen

Lebensdaten:
1948


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 2001-2002 und 2009-2016 (Co-Vorsitzender des Vorstands 2012-2016)



Frank, Theodor

Lebensdaten:
10.04.1871 in Grethen/Pfalz - 28.10.1953 in Zürich


Bank:
Disconto-Gesellschaft / Deutsche Bank


Funktion:
Geschäftsinhaber / Mitglied des Vorstands 1922-1933




Theodor Frank stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Seine Banklaufbahn begann er 1886 in einem Karlsruher Privatbankhaus, das er nach Beendigung der Lehrzeit verließ, um Angestellter des Hauses W. H. Ladenburg & Söhne, Mannheim, zu werden. Dessen Inhaber Karl Ladenburg, erkannte frühzeitig Franks Fähigkeiten und machte ihn zu seinem Privatsekretär. Als Protokollführer wurde er zu den Aufsichtsratssitzungen großer Gesellschaften hinzugezogen und erhielt schon bald nach seinem Eintritt Prokura.

An der Umwandlung des Bankhauses Ladenburg zur Süddeutschen Disconto-Gesellschaft im Jahre 1904 war Frank bereits beteiligt. Er wurde in der neuen Bank zunächst stellvertretender Direktor und kurze Zeit später Vorstandsmitglied. Aus dieser bis 1922 währenden Tätigkeit für die Süddeutsche Disconto-Gesellschaft rührten Franks vielfältige Beziehungen zu süddeutschen Industrieunternehmen, sei es in seinem Engagement für die Rheinau Aktiengesellschaft, der Oberrheinischen Eisenbahn-Gesellschaft oder später der Süddeutschen Zucker AG (Südzucker). Sehr bald rückte er zum ordentlichen Vorstandsmitglied auf. Der Aufschwung der Süddeutschen Disconto-Gesellschaft war wesentlich Frank zu verdanken. Seine Verdienste um die badische Wirtschaft fanden in der Ernennung zum Kommerzienrat und später in der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg ihre Anerkennung. Als er 1922 Geschäftsinhaber der dem Mannheimer Institut nahestehenden Disconto-Gesellschaft wurde, brachte er seine reichen süddeutschen Erfahrungen in seinen neuen Wirkungskreis ein. Dies erleichterte es sowohl der Disconto-Gesellschaft, wie auch dem ab 1929 vereinigten Institut, im südwestdeutschen Raum Fuß zu fassen. Zu seinen weiteren Aufgaben zählte die Aufsicht über die Börsenabteilung der Bank.

1933 gehörte Frank, zusammen mit Wassermann und Solmssen, zu den Vorständen, die wegen ihrer jüdischen Herkunft die Bank verlassen mussten. Bis 1936 war er noch stellvertretender Vorsitzender des Beirats Berlin-Brandenburg der Deutschen Bank. Seine Aufsichtsratsmandate musste er bis 1938 aufgeben.

Frank emigrierte zunächst nach Belgien, dann nach Südfrankreich. Während des Krieges entging er in Nizza nur durch Zufall der Verhaftung, während seine Frau Margot deportiert und ermordet wurde. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Frank in bescheidenen Verhältnissen in Frankreich, Italien und der Schweiz.



Frege, Martin

Lebensdaten:
1834 - unbekannt


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Verwaltungsrats 1870-1874




Martin Frege war Ende der 1860er und Anfang der 1870er Jahre Gesellschafter des Leipziger Bankhauses Frege & Co., das seinen Ursprung im Handel hatte und im Jahr 1739 durch Christian Gottlob Frege gegründet worden war. Während anfangs der Warenhandel im Mittelpunkt stand, wurde schon ab Mitte des 18. Jahrhunderts das Kommissionsgeschäft und die Vergabe von Krediten eine wichtige Einnahmequelle. Das Handelshaus verband den Handel mit Waren, die Spedition, Investitionen in Grundbesitz und das Bankgeschäft in einem einzelnen Unternehmen, so dass es ein breites Spektrum an Beziehungen hatte, die auch bis ins Ausland führten. Neben einer Filiale in Berlin war das Bankhaus auch in Marseille vertreten. An der Industriefinanzierung beteiligte sich das Bankhaus nur im geringen Maß und verlor daher ab Mitte des 19. Jahrhunderts an Bedeutung. Martin Frege war Teil der Wismarer Familienlinie, die nach dem Tod des Firmengründers wegen ungeregelter Erbfolge zeitweilig im Konflikt mit den Leipzigern gestanden hatte. Den Eintritt Martin Freges in das Leipziger Bankhaus stand diese Auseinandersetzung aber nicht mehr im Weg.

Frege war seit der ersten Stunde Mitglied des Verwaltungsrats und zeichnete für sein Bankhaus bei der Gründung der Deutschen Bank die Summe von 70 600 Talern. Im Jahr 1874 trat er aus dem Verwaltungsrat aus, möglicherweise schied er zu einem ähnlichen Zeitpunkt aus dem Bankhaus Frege & Co. aus.


Frowein, Robert

Lebensdaten:
04.01.1893 in Remscheid - 22.12.1958 in Frankfurt am Main


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1943-1945 und 1957-1958




Frowein stammte aus einer Remscheider Fabrikantenfamilie. Nach der Schulzeit arbeitete er ab 1912 zunächst kurze Zeit bei der Bergisch-Märkischen Bank in Kronenberg, bevor er ein Jurastudium aufnahm, das er, mit Unterbrechung im Ersten Weltkrieg, 1920 mit der Promotion abschloss. Nach einer Bankausbildung bei der Deutschen Bank Filiale (Solingen-) Wald, kam er 1921 ins Filialbüro der Berliner Zentrale, wo er ein Jahr darauf Prokura erhielt. Ab 1926 war Frowein im Sekretariat der Zentrale tätig, wurde 1932 stellvertretender Direktor und ging 1933 als Filialleiter der Deutschen Bank nach Saarbrücken. 1938 übernahm er die Leitung der Filiale Frankfurt am Main. 1943 wurde er in den Vorstand der Deutschen Bank berufen, dem er bis Kriegsende angehörte und wo er für den Filialbereich Schlesien zuständig war. Zwar war Frowein seit 1936 Mitglied der NSDAP, doch führte er auch nach seiner Berufung in die Bankspitze weiterhin die Geschäfte der Frankfurter Filiale, kam nur selten nach Berlin und war daher "kaum eine wirksame Verstärkung der nationalsozialistischen Präsenz im Vorstand der Deutschen Bank" (Harold James), die seitens der Partei angestrebt wurde.

Bei Kriegsende wurde er von den Russen verhaftet und bis Mitte 1948 in verschiedenen Lagern interniert. 1949 trat er in die Leitung der Hessischen Bank ein, eines der zehn Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank, das 1952 zur Süddeutschen Bank wurde. Nach der Wiedererrichtung der Deutschen Bank gehörte er wieder bis zu seinem Tod ihrem Vorstand an. Zu Froweins wichtigen Mandaten zählten der Aufsichtsratsvorsitz bei den Didier-Werken und der Verwaltungsratsvorsitz bei der Otavi-Minen AG.




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Letzte Änderung: 18.12.2018
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