Secondary Navigation:
 

Personen

Jain, Anshu

Lebensdaten:
1963


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands von 2009 bis 2015 (von 2012 bis 2015 Co-Vorsitzender des Vorstands)



Janberg, Hans

Lebensdaten:
17.04.1909 in Recklinghausen - 19.09.1970


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1957-1970




Nach einem rechtswissenschaftlichen Studium und einer Zeit als Richter am Landgericht Münster trat der promovierte Jurist 1936 als Volontär bei der Deutschen Bank Filiale Freiburg ein und wechselte später in die Filiale Mannheim. Nach dem Krieg war er in verschiedenen Niederlassungen der Rheinisch-Westfälischen Bank tätig, in deren Vorstand er 1953 berufen wurde. Nach der Wiedererrichtung der Deutschen Bank gehörte er ihrem Vorstand bis zu seinem Tod an. In seine Zuständigkeit fielen die Bereiche Personal, Oberbuchhalterei und die Volkswirtschaftliche Abteilung sowie die Filialbezirke Düsseldorf und Münster. Wichtige Aufsichtsratsmandate waren der Vorsitz bei Hoesch und Gebr. Stollwerck. Janbergs großes Interesse galt der Entwicklung der Arbeitswelt, vor allem im Zuge der rasch fortschreitenden Automation in Großunternehmen. Intensiv widmete er sich den Gebieten Mitarbeiterförderung und Ausbildungsfragen. Seine 1958 erschienene Sozialstudie "Die Bankangestellten" gilt als Standardwerk in der Darstellung des gesellschaftlichen Standorts dieses Berufszweiges in der Nachkriegszeit. Hans Janberg war nach 1945 der erste Vorstandsvorsitzende des Arbeitgeberverbandes des privaten Bankgewerbes. Weiterhin gehörte er dem Kuratorium der Gesellschaft zur Förderung des Unternehmernachwuchses an.



Jonas, Paul

Lebensdaten:
19.02.1830 in Schwerinsburg - 21.01.1913 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1881-1887, Aufsichtsratsmitglied 1887-1910




Paul Jonas stammte aus einer ursprünglich jüdischen Familie. Sein Großvater, Kaufmann in Neustadt an der Dosse, war 1796 zum Christentum übergetreten. Dessen Sohn Ludwig Jonas studierte Theologie bei Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher in Berlin, dessen Nachlass er später herausgab, und lernte bei einem längeren Aufenthalt in Schwerinsburg Elisabeth Gräfin von Schwerin kennen, die er im April 1829 heiratete. Er betätigte sich als theologischer Schriftsteller und trat als liberaler Politiker hervor. Einer der Söhne von Ludwig Jonas war Paul Jonas. Nach seinem juristischen Studium in Berlin, Heidelberg, Halle und zuletzt wieder Berlin wurde er im Jahre 1860 zunächst Regierungsassessor und danach Eisenbahndirektionspräsident in Berlin und Elberfeld. Wohl unter Einfluss seines Schwagers Adelbert Delbrück, der seit 1853 mit Luise Jonas verheiratet war, quittierte er 1880 seinen Dienst. Der Privatbankier Delbrück, der als eigentlicher Initiator der Deutschen Bank gilt, wollte Jonas für die Deutsche Bank gewinnen. Am 1. Dezember 1881 trat Jonas in Direktion der Deutschen Bank ein, die, wie es offiziell hieß, aufgrund der „Erhöhung des Gesellschafts-Capitals und [der] zu erwartende[n] Vermehrung der Arbeit“ verstärkt wurde. Delbrück wollte ihn Georg Siemens an die Seite geben und, wie Siemens selbst vermutete, zu seinem Nachfolger aufbauen. Jonas beschäftigte sich vor allem mit Eisenbahnfinanzierung, an denen sich die Deutsche Bank in diesen Jahren zu beteiligen begann. Vor allem die Beteiligung an der Northern Pacific Railway in der USA stand auf dem Programm. Der unternehmenslustige Siemens und der besonnene, kenntnisreiche Verwaltungsbeamte Jonas waren aber zu entgegengesetzte Naturen, um auf Dauer zusammenzuarbeiten. 1887 kam es zum Bruch zwischen beiden. Paul Jonas schied aus dem Vorstand aus und ging in den Aufsichtsrat, dem er bis 1910 angehörte.



Kaiser, Hermann

Lebensdaten:
Unbekannt


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1872-1875



Kehl, Werner

Lebensdaten:
27.03.1887 in Bochum - 04.01.1943 in Hannover


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:




Der Sohn eines Fabrikanten trat nach einem rechtswissenschaftlichen Studium im November 1919 in die Deutsche Bank Filiale Düsseldorf ein, wo er binnen weniger Jahre zum Direktor aufstieg (1922). In der Berliner Zentrale wurde man schnell auf Kehl aufmerksam, der eine Reihe großer Abschlüsse im rheinisch-westfälischen Industrierevier getätigt hatte. Bereits 1926 wurde er stellvertretendes, 1928 ordentliches Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Sein Aufgabenbereich bestand vor allem in der Pflege der westdeutschen Industriebeziehungen. Im Aufwind der Konzentrationsbewegung Ende der 1920er Jahre gelangen Kehl einige spektakuläre Transaktionen, so die Fusion zwischen Hammersen und Dierig zum größten deutschen Baumwollkonzern, der Schaffung des Westwaggon-Trusts und schließlich die Angliederung der Essener Steinkohlebergwerke an die Gelsenkirchener Bergwerks-Gesellschaft. Doch schon die missglückte Finanzierung der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen schwächten seine Stellung im Vorstand. Die Manipulationen eines Düsseldorfer Filialdirektors, der Beträge in Millionenhöhe veruntreut hatte, veranlassten Kehl - in dessen Zuständigkeit der Filialbereich Düsseldorf gehörte - 1932 zum Rückzug aus dem Vorstand der Deutschen Bank.
In der Folgezeit führte er eine Reihe wirtschaftlicher Sonderaufgaben durch. 1939 wurde er zum Generaldirektor der Vereinigten Glaswerke Aachen (Gruppe St. Gobain) bestellt. In dieser Eigenschaft wurde er auch zum Vorsitzenden des Vereins Deutscher Spiegelglasfabrikanten ernannt.
Werner Kehl kam Anfang 1943 bei einem Eisenbahnunglück ums Leben.



Kiehl, Johannes

Lebensdaten:
16.09.1880 in Carthaus - 20.05.1944 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1938-1944




Kiehl - dessen Vorfahren aus Masuren stammten - war, wie sein Vater (der Reichsgerichtsrat Johannes Kiehl), von Hause aus Jurist. Nach dem Besuch des Domgymnasiums in Naumburg absolvierte er ein rechtswissenschaftliches Studium in München und Berlin und trat im Anschluss an sein Assessorexamen 1906 als Korrespondent und juristischer Sachbearbeiter in das Sekretariat der Deutschen Bank ein. Im Jahre 1909 wurde er Prokurist, 1914 stellvertretender Direktor, 1926 stellvertretendes Vorstandsmitglied. Er war viele Jahre der Chef des vielseitigen Sekretariatsgeschäfts, das neben der Bearbeitung großer Kapitaltransaktionen, Aktien und Anleihe-Emissionen auch die verschiedenartigsten sonstigen Finanzierungsaufgaben umfaßte. Auch als ordentliches Vorstandsmitglied (ab 1938) galt Kiehls Interesse weiterhin dem Emissions- und Konsortialgeschäft. Bei der erfolgreichen Reorganisation innerhalb der großen oberschlesischen Industriekonzerne nach dem Ersten Weltkrieg konnte Kiehl sowohl seine kaufmännischen wie juristischen Fähigkeiten einsetzen. Im laufenden Geschäft der Bank war er für die ostdeutschen Filialen zuständig. Kiehl stellte weiterhin die Geschäftsbeziehung zu Reemtma her, war an der Sanierung der Ufa sowie der Fusion der Lokomotivfabriken "J.A. Maffei" und "Krauss & Comp." zu "Krauss & Maffei" maßgeblich beteiligt.



Kimmich, Karl

Lebensdaten:
14.09.1880 in Ulm - 10.09.1945 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1933-1942 (Sprecher 1940-1942), Vorsitzender des Aufsichtsrats 1942-1945




Karl Kimmich absolvierte zunächst eine Lehre in einem Ulmer Privatbankhaus. Nach dem Studium der Staatswissenschaften, das er mit der Promotion abschloss, trat er im Jahre 1906 in die Berliner Niederlassung des A. Schaaffhausen'schen Bankvereins ein, wo er insbesondere für das Konsortialgeschäft zuständig war. Von Berlin aus wechselte er am 1. Januar 1915 in die Zentrale nach Köln über und wurde 1919 stellvertretendes und 1921 ordentliches Vorstandsmitglied des A. Schaaffhausen'schen Bankvereins. Durch sein Wirken in Köln blieb Kimmich zeitlebens dem rheinisch-westfälischen Industrierevier besonders verbunden und galt als einer seiner besten Kenner.

Als im Jahre 1929, im Zuge der Verschmelzung der Deutschen Bank und der Disconto-Gesellschaft, auch der A. Schaaffhausen'sche Bankverein in dem neuen Institut aufging, schied Kimmich aus dem Vorstand aus. Er wurde aber von der Deutschen Bank weiterhin mit bedeutenden Sonderaufgaben betraut, so u.a. mit der Sanierung von Gebrüder Stollwerck und mit der schwierigen Neuordnung der Bergbau AG Lothringen.

"Herr Dr. Kimmich verfügt über sehr großes konstruktives Geschick und die Fähigkeit, sich in industrielle Fragen hineinzudenken, und hat sich auf allen Posten, auf die er bisher gestellt wurde, glänzend bewährt" beschrieb Vorstandsmitglied Georg Solmssen im November 1932 Kimmichs Fähigkeiten.

Diese Erfolge veranlassten die Deutsche Bank denn auch im Mai 1933, Kimmich in den Vorstand nach Berlin zu berufen. Auch hier widmete er sich wiederum dem großen Industriegeschäft und im besonderen der rheinisch-westfälischen Montanindustrie. Zahlreiche Unternehmen der Schwerindustrie sicherten sich dabei seine Mitarbeit, indem sie ihn in ihre Aufsichtsräte beriefen. In den Jahren 1940 bis 1942 war Kimmich der Sprecher des Vorstands der Deutschen Bank. Die Reichsbank gewann seine Fachkompetenz durch die Berufung zum Vorsitzenden ihres Kreditausschusses.

Das Verhältnis Karl Kimmichs zum Nationalsozialismus war sicherlich enger als das der meisten anderen älteren Vorstandsmitglieder. Bei den von der Deutschen Bank durchgeführten "Arisierungen" tritt seine Person innerhalb des Vorstands am deutlichsten in Erscheinung. Familiär war eine Nähe zur NS-Spitze durch die Heirat von Kimmichs Bruder mit der jüngsten Schwester von Joseph Goebbels bedingt. Nachdem Kimmich im Frühjahr 1942 aus Gesundheitsgründen sein Amt im Vorstand niedergelegt hatte, übernahm er bis zu seinem Tod den Vorsitz im Aufsichtsrat der Bank.

 



Klasen, Karl

Lebensdaten:
23.04.1909 in Hamburg - 22.04.1991 in Hamburg


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1952-1969 (Sprecher 1967-1969)




Karl Klasen, Sohn eines Hamburger Reederei-Angestellten, studierte ab 1928 Rechtswissenschaften. In den ersten Semestern arbeitete er als Werkstudent im Hamburger Hafen und als Reiseführer bei der Hapag. Nach der Promotion (1933) und bestandenem Assessorexamen trat er 1935 als Justitiar in die Rechtsabteilung der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft Filiale Hamburg ein, wo er bis zu seiner Einberufung im Zweiten Weltkrieg tätig war. Eine Aufnahme in den Staatsdienst kam für Klasen, der 1931 in die SPD eingetreten war, im Nationalsozialismus nicht in Frage.

Nach Kriegsende kehrte er bereits im Juli 1945 in die Filiale Hamburg zurück, wo er Anfang 1948 zum Direktor ernannt wurde. Kurz darauf übernahm Klasen jedoch im April 1948 für eine Wahlperiode das Amt des Präsidenten der Landeszentralbank in Hamburg. 1952 kehrte er in seinen alten Wirkungsbereich zurück und wurde in den Vorstand der Norddeutschen Bank berufen, eines der drei Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank. Nach der Wiedererrichtung gehörte er ab 1957 dem Vorstand der Deutschen Bank an, wo ihm neben den Filialbezirken Hamburg, Bremen, Hannover und Osnabrück auch die Werbeabteilung unterstand.

Wichtige Aufsichtsratsmandate waren für Klasen, dessen besonderes Augenmerk auch dem Auslandsgeschäft galt, der Vorsitz bei den Deutsche Bank-Töchtern Deutsch-Asiatische Bank und Deutsche Ueberseeische Bank, sowie bei der Hapag und den Howaldtswerken. In der Nachfolge von Hermann J. Abs wurde Klasen 1967, gemeinsam mit Franz Heinrich Ulrich, die Sprecherfunktion des Vorstands der Deutschen Bank übertragen.

Anfang 1970 trat Klasen, als Nachfolger von Karl Blessing, das Amt als Präsident der Deutschen Bundesbank an. Es war das erste Mal in der hundertjährigen Geschichte der Deutschen Bank, dass eine Persönlichkeit aus ihren Reihen als Währungshüter einer zentralen deutschen Notenbank vorstand. Seinen Wechsel aus der Deutschen Bank in die schlechter dotierte Position des Bundesbankpräsidenten kommentierte er mit den Worten: "Wer ein solches Amt ablehnt, verdient nicht, was ihm das Leben bisher gegeben hat." Klasen setzte sich in seiner siebeneinhalbjährigen Amtszeit - zu einer Zeit als das Währungssystem von Bretton Woods auseinanderfiel und die Ölkrise ausbrach - nachhaltig und erfolgreich für die Stabilität der DM und der Notenbank-Autonomie ein.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bundesbankpräsidenten wurde Klasen 1978 in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewählt, dem er bis 1984 angehörte.

Karl Klasen galt als Inbegriff eines Hanseaten. Seine Zuständigkeit in der Deutschen Bank für die nördlichen Filialbezirke und seine enge Verbindung zu den von Hamburg aus operierenden internationalen Unternehmen ergaben eine sinnfällige Verbindung von Herkunft und Tätigkeit.

weitere Informationen

 



Kleffel, Andreas

Lebensdaten:
03.07.1916 Schwerin - 14.08.2003


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1963-1982




Nach bestandenem Abitur begann Andreas Kleffel 1934 mit dem Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und Hamburg. 1938 legte er seine Referendarprüfung ab, promovierte 1939 zum Dr. jur. und 1941 folgte – während einer Unterbrechung des Wehrdienstes – das Assessor-Examen. Nach Entlassung aus dem Kriegsdienst wurde er 1944 Geschäftsführer der damaligen Reichsverkehrsgruppe Seeschiffahrt, einer Unterabteilung des Reichsverkehrsministeriums. Seine Banklaufbahn begann Kleffel kurz nach Kriegsende bei der Norddeutschen Bank in Hamburg, einem der Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank. Er übernahm Aufgaben auf dem Gebiet der Rechtsabteilung und des sogenannten Sekretariats, in dem das Konsortialgeschäft angesiedelt war. Bereits 1954 wurde er als Leiter dieser Abteilungen in der damaligen Zentrale der Norddeutschen Bank zum stellvertretenden Direktor ernannt. Als Direktor trat Kleffel 1956 in die Leitung der Filiale Hamburg ein. Nach dem Zusammenschluss der drei Nachfolgeinstitute der Deutschen Bank ging er 1958 als Generalbevollmächtigter zur Zentrale Düsseldorf. Dort wurde er 1963 als stellvertretendes Mitglied in den Vorstand berufen. Von 1967 bis 1982 gehörte er dem Vorstand als ordentliches Mitglied an. Kleffel betreute die Filialbereiche Wuppertal und Krefeld. Sein besonderes Interesse galt den Strukturwandlungen im modernen Bankgewerbe. Seiner Zuständigkeit unterstanden im Bereich der Zentrale Düsseldorf das Mengengeschäft und die Verkaufsförderung sowie die Rechtsabteilung. Außerdem gehörte er dem Aufsichtsrat einer Reihe von Unternehmen an. So war er beispielsweise Vorsitzender des Aufsichtsrats der Girmes-Werke AG, Oedt b. Krefeld, und der Schiess AG, Düsseldorf, und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hugo Stinnes AG, Mülheim, und der Rheinisch-Westfälischen Boden-Credit-Bank, Köln.



Klönne, Carl

Lebensdaten:
26.05.1850 Solingen - 20.05.1915 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1900-1914




Aus einfachen Verhältnissen stammend hatte sich Klönne bereits in jungen Jahren zum Direktor der Westfälischen Bank in Bielefeld emporgearbeitet. 1878 gelang ihm, gemeinsam mit einem jüngeren Kollegen, die Sanierung dieses in Liquiditätsschwierigkeiten geratenen Instituts. Ein Jahr später trat er in den Vorstand des A. Schaaffhausen'schen Bankvereins in Köln ein. Er widmete sich dort vor allem dem industriellen Finanzierungsgeschäft. Schon bald erkannte Klönne, daß die finanziellen Bedürfnisse der rheinisch-westfälischen Industrie aus den Kapitalquellen dieses Raumes allein auf die Dauer nicht befriedigt werden konnten. Auf sein Drängen wurde daher eine Niederlassung in Berlin gegründet, deren Leitung er persönlich übernahm.

Um die Jahrhundertwende wurde Klönne in die Deutsche Bank berufen, zunächst in den Aufsichtsrat, im Jahre 1900 in den Vorstand. Er befasste sich auch hier hauptsächlich mit dem großen Industriegeschäft. Dabei ließ er sich besonders die Förderung des Aktien-Emissionsgeschäfts angelegen sein, das bis dahin gegenüber dem Anleihegeschäft der Deutschen Bank etwas im Hintergrund gestanden hatte. Auf seine Initiative war es zurückzuführen, dass die Deutsche Bank und die Essener Credit-Anstalt, in deren Aufsichtsrat er eingetreten war, bei Konsortialgeschäften eng zusammenwirkten. Diese Interessengemeinschaft wurde 1903 dadurch untermauert, dass die Deutsche Bank ein Aktienpaket der Essener Credit-Anstalt übernahm. Mit diesem Vorgang war der erste Schritt zur Übernahme getan, die 1925 erfolgte.

Aus gesundheitlichen Gründen schied Klönne 1914 aus dem Vorstand der Deutschen Bank aus. Sein Nachfolger wurde Oscar Schlitter, der ihm bereits acht Jahre zuvor als stellvertretendes Vorstandsmitglied von Essen nach Berlin gefolgt war.

 



Koch, Rudolph von

Lebensdaten:
24.11.1847 in Gandersheim - 20.03.1923 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1878-1909 (Sprecher 1901-1909), Vorsitzender des Aufsichtsrats 1914-1923




Rudolph von Koch war bereits kurze Zeit nach der Errichtung der Deutschen Bank 1870 in deren Dienste getreten. Schon 1872 rückte er vom Prokuristen zum stellvertretenden Direktor auf und wurde schließlich 1878 in den Vorstand berufen. Das Schwergewicht seiner Tätigkeit lag dabei im Innenbetrieb der Bank. Koch wandte seine Aufmerksamkeit in erster Linie dem Kontokorrent- und dem Depositengeschäft zu. Die Pflege dieser Geschäftszweige ließ sich jedoch nicht von einem einzigen Platz aus durchführen, sondern hierzu bedurfte es einer umfassenden Zweigstellenorganisation, die Koch mit aufzubauen suchte.

Hand in Hand mit diesen Arbeiten ging Kochs Bestreben, Beziehungen zwischen der Zentrale in Berlin und verschiedenen Provinzbanken zu knüpfen. Er gehörte dem Aufsichtsrat bedeutender Provinzbanken an, wie z.B. der Bergisch Märkischen Bank, der Hannoverschen Bank, dem Schlesischen Bankverein. Alle diese Institute übernahm die Deutsche Bank in den Jahren zwischen 1914 und 1920 und erhielt so ein bedeutendes Filialnetz.
Aber auch im Auslandsgeschäft war Koch tätig. Als Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Ueberseeischen Bank widmete er sich den südamerikanischen Ländern Argentinien, Chile und Peru. Darüber hinaus förderte Koch insbesondere die deutsch-türkischen Beziehungen, sowohl auf wirtschaftlichem als auch auf politischem und kulturellem Gebiet. Seit der Jahrhundertwende leitete er viele Jahre das türkische Generalkonsulat und wurde von der türkischen Regierung zum Ehren-Generalkonsul ernannt. Im Jahre 1908 wurde Koch außerdem in den preußischen Adelsstand erhoben.

Nach dem Rückzug von Georg von Siemens aus dem Vorstand im Jahre 1900 vertrat Koch offiziell die Bank nach außen, obgleich schon zu dieser Zeit sein Vorstandskollege Arthur von Gwinner als eigentliche Führungspersönlichkeit des Unternehmens galt. Im Jahre 1909 schied Koch aus dem Vorstand der Deutschen Bank aus und wechselte als stellvertretender Vorsitzender in den Aufsichtsrat über. Von 1914 bis zu seinem Tode hatte er den Vorsitz in diesem Gremium inne.

 



Kopper, Hilmar

Lebensdaten:
13.03.1935 in Oslanin/Westpreußen


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1977-1997 (Sprecher 1989-1997), Vorsitzender des Aufsichtsrats 1997-2002



Krause, Stefan

Lebensdaten:
1962


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands von 2008 bis 31. Oktober 2015



Krumnow, Jürgen

Lebensdaten:
18.05.1944 in Grünberg/Schlesien


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1988-1999



Krupp, Georg

Lebensdaten:
1936


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1985-1998




Footer Navigation:
Letzte Änderung: 4.11.2015
Copyright © 2018 Historische Gesellschaft der Deutschen Bank e.V.