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Personen

Naphtali, Berthold

Lebensdaten:
20.04.1863 in Reichenbach/Schlesien - 28.05.1911 in Berlin


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1911




Bevor Berthold Naphtali im Jahre 1904 zur Deutschen Bank kam, war er bereits 20 Jahre im Bankhaus Mendelssohn & Co. tätig gewesen, wo er vor allem im Börsengeschäft arbeitete. Zuletzt war er bei Mendelssohn Prokurist. Kurze Zeit nach seinem Eintritt in die Deutsche Bank wurde Naphtali stellvertretender Direktor, 1909 Volldirektor und wenig später stellvertretendes Vorstandsmitglied. In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 21.12.1910 wurde Naphtali zum Vorstandsmitglied der Deutschen Bank bestellt. Neben Paul Mankiewitz hatte er erheblichen Anteil am Ausbau des Börsengeschäfts der Deutschen Bank. Nach seinem Tod wurde Oscar Wassermann sein Nachfolger als Börsendirektor.


Neske, Rainer

Lebensdaten:
1964


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands von 2009 bis 2015



Oesterlink, Hans

Lebensdaten:
14.05.1882 in Breslau - 25.12.1972 in Köln


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Rheinisch-Westfälische Bank AG, Düsseldorf / Deutsche Bank AG West




Der Regierungsrat Hans Oesterlink trat 1921 in den Vorstand der Deutschen Centralbodenkredit-AG ein, dem er bis 1957 angehörte. Von 1957 bis 1966 war er Mitglied des Aufsichtsrats dieser bedeutenden Hypothekenbank, aus dem er sich schließlich aus Altersgründen zurückzog. Vor dem Krieg nahm Oesterlink außerdem als Vorsitzender des Direktoriums der Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken eine zentrale Stellung im deutschen Realkreditwesen ein. Von 1934 bis 1941 war er Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Bank und von 1942 bis Kriegsende stellvertretender Vorsitzender dieses Gremiums. Diese Funktion behielt Oesterlink auch bei, als die Alliierten 1945 der Deutschen Bank, Berlin, die Geschäftstätigkeit untersagten, und sie seitdem als "ruhende" Altbank galt. Die zehn unabhängigen Teilinstitute, die 1947/48 in den drei westlichen Besatzungszonen entstanden, besaßen keine eigene Rechtspersönlichkeit und waren nicht Nachfolgeinstitute der Altbank. Die erste Hauptversammlung der Altbank nach dem Krieg, die sogenannte Ausgründungsversammlung am 25. September 1952, leitete Hans Oesterlink. Bei diesem Treffen der Aktionäre der alten Deutschen Bank, Berlin, wurden die drei Nachfolgeinstitute, die Norddeutsche Bank AG, Hamburg, die Rheinisch-Westfälische Bank AG, Düsseldorf, und die Süddeutsche Bank AG, München, gegründet. Gleichzeitig wurde Oesterlink zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Rheinisch-Westfälischen Bank AG gewählt. Vorsitzender des Aufsichtsrats dieses regionalen Nachfolgeinstituts war er dann schließlich von 1953 bis 1957.

 



Osterwind, Heinz

Lebensdaten:
28.05.1905 in Krefeld - 31.07.1988 in Frankfurt am Main


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1957-1971




Heinz Osterwind, Sohn eines Prokuristen der Bergisch Märkischen Bank, die 1914 in der Deutschen Bank aufging, begann seine berufliche Laufbahn nach dem Abitur 1924 mit einer Lehre in der Deutschen Bank Filiale seiner Heimatstadt Krefeld. Die anschließenden Auslandsaufenthalte bei der Filiale der Deutschen Bank in Sofia sowie als Austauschbeamter bei der Pariser Filiale der Equitable Trust Company of New York schufen die Grundlage für seine seit 1930 übernommenen Aufgaben im Industrie- und Auslandsgeschäft der Berliner Zentrale der Deutschen Bank. 1937 wurde Osterwind Prokurist, zwei Jahre später erfolgte die Ernennung zum Abteilungsdirektor. 1941 wurde Osterwind in die Leitung der Kontinentalen Öl AG berufen, der bedeutendsten Ölgesellschaft Rumäniens, deren Aktienmehrheit von der Deutschen Bank übernommen worden war. Außerdem wurde er in Rumänien als in die Leitung delegiertes Verwaltungsratsmitglied der Industrieholding Concordia tätig.

Nach Kriegsende hielt sich Osterwind zunächst im südbadischen Laufenburg auf. In der Deutschen Bank konnte er erst nach seiner in Hamburg durchgeführten Entnazifizierung wiederbeschäftigt werden, die ihn als „unbelastet“ einstufte. Von 1947 bis 1951 war er Mitleiter der Filiale Rheydt und anschließend einer der Direktoren der Münchener Filiale. 1953 wurde er in den Vorstand der Süddeutschen Bank, einem der drei Nachfolgeinstitute der alten Deutschen Bank, berufen. Nach dem Wiederzusammenschluss zur Deutsche Bank AG im Jahr 1957 gehörte er dem Vorstand bis zu seiner Pensionierung im Mai 1971 an.

Neben seiner Domäne, dem Auslandsgeschäft, war er für die Gelddisposition der Gesamtbank verantwortlich. Im Inlandsgeschäft war er für die Filialbezirke Frankfurt, Freiburg und Mainz zuständig. Als Gründungsmitglied und langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft trug er wesentlich zur Entwicklung des Systems der langfristigen Exportfinanzierung bei. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Deutschen Bank übernahm er bis zum Mai 1978 das Amt ihres stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

 




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Letzte Änderung: 3.7.2015
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