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Personen

Philipp, Michael

Lebensdaten:
1953


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 2000-2002



Plassmann, Clemens

Lebensdaten:
02.02.1894 in Warendorf - 26.04.1970 in Düsseldorf


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1940-1945 und 1957-1960




Nach der Volksschule besuchte Plassmann des Gymnasium Paulinum in Münster von 1903 bis 1912. Im Anschluss daran Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Freiburg/Br. und Münster. Im Ersten Weltkrieg geriet Plassmann in französische Gefangenschaft aus der er 1917 krankeitshalber in die neutrale Schweiz entlassen wurde, wo er sein Studium fortsetzte. Rückkehr nach Deutschland im Sommer 1918. Im Winter 1918/19 Tätigkeit im Preußischen Kriegsministerium für das er eine Denkschrift über die Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich anfertigte. Danach kaufmännische Lehre bei der Dampfziegelei C. Mittelviefhaus (Familie mütterlicherseits) in Recklinghausen sowie Vorbereitung auf die Promotion an der Universität Würzburg (November 1920).

Anfang 1921 Eintritt in den Dortmunder Bankverein, Zweiganstalt des Barmer Bank-Vereins. 1925 Leiter des Sekretariats. 1927 Direktor des Barmer Bank-Vereins Filiale Hamm. 1930 Versetzung in die Hauptfiliale nach Düsseldorf. Anfang 1932 kurzzeitig Direktor beim Bank-Verein Dortmund. Bei der Fusion des Barmer Bank-Vereins mit der Commerz- und Privatbank hatte Plassmann die Verschmelzung der Dortmunder Filialen beider Institute durchzuführen. Im Mai 1932 Berufung zur Zentrale der Commerz- und Privatbank nach Berlin, um hier als Sonderaufgabe verschiedene umfangreiche Kreditengagements zu bearbeiten. Von Ende 1932 bis Mitte 1940 Vorstandsmitglied der Rudolf Karstadt AG. Die erfolgreiche Reorganisation des finanziell angeschlagenen Unternehmens und seine Erfahrungen im Bankfach empfahlen ihn für eine leitende Tätigkeit in einer Großbank.

Auf Vermittlung des Bankiers Karl Kimmich trat Plassmann am 1.7.1940 in den Vorstand der Deutschen Bank in Berlin ein, dem er bis Kriegsende angehörte. Die Berufung des dezidierten Katholiken Plassmann in den Vorstand der Deutschen Bank wurde von nationalsozialistischer Seite kritisiert. Bei Kriegsende gehörte Plassmann dem sogenannten Führungsstab Hamburg an, nachdem der Berliner Firmensitz der Deutschen Bank im sowjetischen Einflussbereich lag. Die britische Militärregierung ordnete im Februar 1946 Plassmanns Entlassung an. Nach der Entnazifizierung Ende 1947 Weiterarbeit im Führungsstab Hamburg.

Ab Mitte 1948 war er an der Wiedererrichtung bzw. Rezentralisierung der in Teilinstitute aufgespaltenen Deutschen Bank entscheidend beteiligt. In dieser Zeit oblag es vor allem Plassmann, das Gemeinschaftsgefühl bei den Mitarbeitern der einzelnen Nachfolgebanken zu erhalten. Seit 1952 im Vorstand der Rheinisch-Westfälischen Bank in Düsseldorf und ab 1957 Vorstand in der wieder vereinigten Deutschen Bank. 1960 Wechsel in den Aufsichtsrat, dort stellvertretender Vorsitzender bis zu seinem Ausscheiden 1967.

In den Bereich der von ihm mit großem Nachdruck betriebenen Nachwuchsförderung fiel 1954 die Errichtung des David-Hansemann-Hauses in Düsseldorf, als Ausbildungs- und Begegnungsstätte angehender deutscher und ausländischer Bankkaufleute. Vorstandsmitglied des Stifter-Verbands für die deutsche Wissenschaft. Der sowohl durch den Humanismus, aber auch nachhaltig durch den Katholizismus geprägte Plassmann war als Bankier eine eher ungewöhnliche Erscheinung. Seine Begeisterung für das klassische Latein äußerte sich in zahlreichen Chronogrammen und Geburtstagssprüchen sowie in Schüttelreimen, die mehrfach unter dem Anagramm C. Palm-Nesselmanns veröffentlicht wurden.



Platenius, Wilhelm August

Lebensdaten:
26.01.1822 in Elberfeld - 03.03.1902 in Freiburg


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 1870




Wilhelm August Platenius stammte aus Elberfeld und wanderte sehr früh nach Amerika aus, wo er in Brooklyn für verschiedene Firmen tätig war. Nachdem er Mitte der 1860er Jahre nach Deutschland zurückgekehrt war, wurde er im Januar 1869 Mitglied des Aufsichtsrats der neu gegründeten Württembergischen Vereinsbank in Stuttgart. Ludwig Bamberger empfahl ihn Anfang 1870 für die Leitung der im März gegründeten Deutschen Bank. Er verfügte zwar nicht über eine eigentliche bankmäßige Ausbildung, doch hatte er sich in den USA detaillierte Kenntnisse über das Diskontgeschäft erworben und in Deutschland befaßte er sich mit dem Handel von amerikanischen Wertpapieren. Vermutlich war es in erster Linie das Abhängigkeitsverhältnis vom Verwaltungsrat, weshalb Platenius bereits Ende 1870 aus dem Direktorium verstimmt austrat, wie Hermann Wallich in seinen Lebenserinnerungen berichtete. Danach zog sich Platenius nach Freiburg zurück und trat lediglich noch einmal in Erscheinung, als eine Gruppe von Bremer Aktionären das Kapital der Deutschen Bank reduzieren und eine Übernahme des Berliner Bankvereins und der Deutschen Union Bank verhindern wollte. In verschiedenen Briefen aus Heidelberg, wo Siemens gerade sein Doktorexamen ablegte, beschwor dieser Platenius, doch von seinem Plan abzulassen oder sich zumindest neutral zu verhalten. Letzteres tat er dann auch und die Abstimmung in der Aktionärversammlung ging mit großer Mehrheit für Siemens und Wallich aus.


Price, Quintin

Lebensdaten:
1961


Bank:
Deutsche Bank


Funktion:
Mitglied des Vorstands 2016




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Letzte Änderung: 17.6.2016
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