Mitarbeiterzahlen

Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen von 1870 bis heute

Für die ersten Jahrzehnte liegen lediglich Schätzungen vor, doch standen im Gründungsjahr 1870 bei der Deutschen Bank wohl nur wenige Dutzend Mitarbeiter in Lohn und Brot. 1894 wurden erstmals genaue Mitarbeiterzahlen veröffentlicht: 1.072 Personen, noch ausschließlich Männer, arbeiteten damals für die Deutsche Bank in Berlin und in den fünf Filialen. Weitere Niederlassungsgründungen sowie erste Übernahmen größerer Kreditinstitute (Bergisch Märkische Bank 1914, Schlesischer Bankverein und Norddeutsche Creditanstalt 1917) ließen die Zahl der Mitarbeiter bis zum Ende des Ersten Weltkrieges auf etwa 13.000 ansteigen. Wegen des gewaltigen Arbeitsanfalls während der Hyperinflation in Deutschland explodierte der Personalstand und erreichte im November 1923 mit 37.000 Beschäftigten seinen Höchststand, der jedoch in den Folgejahren weitgehend wieder abgebaut wurde.

Die große Fusion mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929, in deren Folge auch eine Reihe weiterer Banken in dem vereinigten Institut aufgingen, ließ die Mitarbeiterzahl wiederum auf über 20.000 anwachsen. Nach einem vorübergehenden Einbruch aufgrund der Bankenkrise von 1931 war dies in etwa das Niveau bis zum Zweiten Weltkrieg. Ab 1942 liegen keine Gesamtübersichten zu Beschäftigtenzahlen mehr vor. Dies gilt ebenso für die erste Phase der Nachkriegszeit, als die Deutsche Bank in den Westzonen vorübergehend in zehn Teilinstitute aufgespalten war. In der sowjetischen Besatzungszone endete einstweilen die Geschäftstätigkeit der Deutschen Bank, viele Mitarbeiter der dortigen Filialen wurden in die staatlichen Banken der DDR übernommen. Erst für das Jahr 1953, noch war die Deutsche Bank in die Norddeutsche Bank, die Rheinisch-Westfälische Bank und die Süddeutsche Bank aufgeteilt, liegen wieder genaue Zahlen vor (14.081).

Als die Deutsche Bank 1957 als einheitliches Institut wiedererrichtet wurde beschäftigte sie knapp 17.000 Mitarbeiter. Die zunehmend flächendeckende Niederlassungs-Präsenz nach dem Einstieg der Deutschen Bank ins breite Privatkundengeschäft führte in den kommenden Jahren zu einem stetigen Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Als Folge der Gründung zahlreicher Tochtergesellschaften wurden ab Mitte der 1960er Jahre erstmals getrennte Zahlen für die "Kernbank" und den Konzern Deutsche Bank vorgelegt; maßgeblich sind seitdem die Konzernzahlen. In den 1980er Jahren schlug sich die zunehmende Auslandspräsenz der Deutschen Bank in den Mitarbeiterzahlen nieder (z. B. durch Übernahme der Banca d'America e d'Italia 1986).

Im Inland bewirkte 1990 der Geschäftsbeginn in den Neuen Bundesländern mit 140 Niederlassungen nochmals einen steilen Mitarbeiteranstieg, der sich noch einige Jahre fortsetzte. Seitdem ging der Mitarbeiterstand innerhalb Deutschlands zurück. In den 1990er Jahren hat vor allem die globale Ausrichtung der Deutschen Bank die Zahl der Beschäftigten weiter ansteigen lassen.

Einen bedeutenden Anstieg der Mitarbeiterzahlen verzeichnete die Deutsche Bank durch die Integration von Bankers Trust (1999) und der Postbank (2010).

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Letzte Änderung: 11.5.2012
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