Geschäftsberichte der Deutschen Bank

In der Rechtsform einer Aktiengesellschaft gegründet, war die Deutsche Bank von Anfang an verpflichtet, ihr Geschäftsergebnis in gedruckter Form der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Umfang war in den frühen Jahren bescheiden. Ganze fünf Seiten umfasst der Bericht für das erste Geschäftsjahr 1870.  Ab 1874 sind dem eigentlichen Bericht volkswirtschaftliche Betrachtungen vorangestellt. Die Entwicklung der Bank wurde also schon früh im Zusammenhang mit den allgemeinen Zeitläuften betrachtet.

Das Zusammengehen der Deutschen Bank mit der Disconto-Gesellschaft im Jahre 1929 bedeutete in dem Dreivierteljahrhundert der "alten" Deutschen Bank Berlin sicherlich den größten organisatorischen Einschnitt, der sich natürlich auch in den Geschäftsberichten des nun vereinigten Instituts widerspiegelte - etwa in den Angaben über die Niederlassungen, den personellen Veränderungen in den Leitungsfunktionen, den großen Engagements.

Für die Jahre 1945 bis 1951 existieren keine Geschäftsberichte der Deutschen Bank. Die Zentrale in Berlin wurde nach Kriegsende geschlossen, in den Westzonen entstanden auf Anordnung der Alliierten regionale Teilinstitute, die jedoch keine Geschäftsberichte veröffentlichten.

1952 wurden aus der ruhenden Deutschen Bank Berlin (Altbank) drei Nachfolgeinstitute als Aktiengesellschaften ausgegründet: Norddeutsche Bank, Rheinisch-Westfälische Bank und Süddeutsche Bank, die in den kommenden drei Jahren jeweils einzelne, ab 1955 Gruppenberichte publizierten. 1957 wurde aus diesen drei Banken die Deutsche Bank AG als einheitliches Institut neu gegründet. Bis 1968 veränderte sich die äußere Gestaltung des Geschäftsberichts kaum.

Ab 1969 hielten Abbildungen Einzug in das bis dahin reine Text- und Zahlenwerk. Von 1980 bis 1995 zierten Motive aus der Kunstsammlung der Deutschen Bank den Titel der Geschäftsberichte. Geschäftsberichte ab 2000 sind auf der Group Homepage der Deutschen Bank hinterlegt.

 

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Letzte Änderung: 24.5.2012
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