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Zentrale der Deutschen Bank,
Berlin Mauerstrasse 1929
Bereits im Sommer 1926 begannen die beiden führenden deutschen Kreditinstitute, die Deutsche Bank und die Disconto-Gesellschaft, die mehr als ein halbes Jahrhundert Hauptkonkurrenten gewesen waren, diskrete Sondierungen über eine Verschmelzung.

Die Initiative ging von der Deutschen Bank aus, deren vorherige Verhandlungen mit der Danatbank, Berlin, gescheitert waren. Zunächst blieben die Gespräche jedoch ergebnislos.



Zentrale der Disconto-Gesellschaft
Berlin Unter den Linden 1929
Man teilte zwar die Einschätzung, daß die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in den Jahren nach der Inflation eine Fusion erforderlich machten, um die Industrie ausreichend mit Kapital zu versorgen und die eigenen Verwaltungskosten einzudämmen, dennoch wagte man den entscheidenden Schritt zunächst nicht.

Fortschritte wurden erst erzielt, als sich die Deutsche Bank nach anderen Fusionspartnern umzusehen begann. Vor allem die Dresdner Bank war im Gespräch. Bei einem Treffen im schweizerischen Pontresina im Sommer 1929 zwischen den beiden Vorstandsmitgliedern Oscar Schlitter von der Deutschen Bank und Eduard Mosler von der Disconto-Gesellschaft, begann der Plan Gestalt anzunehmen.


Oscar Schlitter
Eduard Mosler



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