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Das 25jährige Jubiläum 1895 beging die Deutsche Bank in Hochstimmung:
Sie hatte sowohl im In- wie im Ausland hervorragende Geschäfte getätigt und stand an der Spitze der deutschen Banken.
Auch ein "Fest-Blatt" gab es. Doch dies war keine objektive Darstellung, sondern eine Art ökonomisches Heldenepos im Stile beschaulicher Gartenlaubenromantik. Der Titel zeigte die Deutsche Bank als antik anmutende Dame vor einer klassischen Triumphfenster-Architektur sitzend.
Nicht jeder "runde" Geburtstag der Bank verlief jedoch ungetrübt. Das 50jährige Jubiläum im Jahre 1920 beging sie im Schatten eines verlorenen Krieges und einer Revolution, einer verfallenden Währung und einer ungewissen Zukunft für die Bank.
"Den Tag festlich zu begehen, verbietet die sorgenschwere Gegenwart, die unsere Gemüter bedrückt und eine freudige Stimmung nicht aufkommen läßt."
So schrieb der Vorstand der Deutschen Bank im Vorwort eines dünnen und äußerst schlichten "Gedenkblattes" zum 50jährigen Jubiläum am 9. April 1920.
Das 75jährige Jubiläum im April 1945 fiel in eine noch bedrückendere Zeit und wäre beinahe das letzte gewesen.
Der Vorstand sagte jegliche Feiern ab und sandte ein Schreiben an die Filialen, die noch mit Berlin in Verbindung standen:
"Es ist uns nicht vergönnt, an diesem bedeutsamen Gedenktage im ruhigen Gefühl erreichter Erfolge und eines gesicherten Besitzstandes auf das zurückzublicken, was die Arbeit derer, die vor uns am Werke standen, und unsere eigene Arbeit geschaffen haben."
Daß es noch ein 100jähriges Jubiläum einer wiedervereinigten Deutschen Bank im Jahre 1970 geben würde, das war 1945 keineswegs vorherzusehen.
1970 feierte die Bank ihr Jubiläum mit Veranstaltungen in Frankfurt am Main und in Berlin.
Das 125jährige Jubiläum 1995 konnte die Deutsche Bank mit wiedereröffneten Filialen in der ehemaligen DDR und einer großen Feier in der Alten Oper in Frankfurt am Main begehen.
Der Vorstand beauftragte zu diesem
Anlaß fünf unabhängige Wissenschaftler, vier Historiker und einen Betriebswirt, die Geschichte der Bank darzustellen.
Lothar Gall, Gerald D. Feldman, Harold James, Carl-Ludwig Holtfrerich und Hans E. Büschgen schrieben ein umfangreiches Werk:
Es setzte neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Unternehmensgeschichte und wurde 1996 von der Wirtschaftszeitung "Financial Times" und der internationalen Unternehmensberatung "Booz-Allen & Hamilton" als weltbestes Business-Buch mit den "Global Business Book Awards" ausgezeichnet.
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