USA
Die Deutsche Bank in den USA
Chronik
Northern Pacific Railway
Zeitzeugen
Vortragsveranstaltung
Wiedervereinigung
Fußball und Geld
Erdöl
Die große Fusion
Frauen
Ostasien
Hermann J. Abs
Leipzig
Bagdadbahn
Automobilindustrie
Hapag Lloyd
Zentralen
Jubiläum
Logo
Vorstand
Home > Themen > USA > Die Deutsche Bank in den USA
1 | 2 | 3 | 4



Eisenbahnen waren zwar die wichtigste, aber natürlich nicht die einzige Branche, in der sich die Deutsche Bank in Nordamerika engagierte. In der Liste der Konsortialgeschäfte sind auch die Elektroindustrie, der Maschinenbau und die Montanindustrie prominent vertreten. Zu den Firmen, mit denen die Bank in Verbindung stand gehörten zum Beispiel Edison General Electric Company, Allis Chalmers, American Telephone & Telegraph Company, Anaconda Kupferminen, International Paper, Lackawanna Steel, Lehigh Coke, Niagara Falls Power Company, Standard Oil Company of New York und Westinghouse. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs wandelte sich das Geschäft mit den Vereinigten Staaten fundamental. Der florierende Kapitalverkehr der Vorkriegszeit war Vergangenheit. Deutschland war nun der größte Schuldner, die Vereinigten Staaten das größte Gläubigerland der Welt.

Dawes-Anleihe
Young-Anleihe




Deutsche Bank Niederlassung Broadway 120
Die Deutsche Bank ging nur zurückhaltend an die Wiederherstellung ihrer amerikanischen Geschäftsbeziehungen und die Rückgewinnung ihrer Stellung in den Vereinigten Staaten. Immerhin bestand in New York auf dem Broadway eine Vertretung, die erst in den späten dreißiger Jahren aufgegeben wurde.
Bedeutsam wurde der Einsatz der Bank für die Freigabe der im Krieg beschlagnahmten deutschen Vermögenswerte. Viele USA-Aktivitäten in den zwanziger Jahren waren eine Abwicklung von Vorkriegs-Engagements. Neues Geschäft war selten, und wenn, dann waren die Rollen umgekehrt: 1927 nahm die Bank in den USA eine Anleihe über den Betrag von 25 Millionen Dollar auf. Mit der Weltwirtschaftskrise verlor das Auslandsgeschäft der Deutschen Bank zusehends an Bedeutung. Der dramatische Einbruch des Welthandels, die Konjunktur des Protektionismus ließen die Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland immer unwichtiger werden. Der Zweite Weltkrieg zerstörte die Geschäftsbeziehungen der Bank zu den Vereinigten Staaten vollends.




EAB-Sitz New York
Nach dem Krieg verzichtete die Bank darauf, eine eigene operative Auslandspräsenz zu errichten. Das Geschäft mit dem Ausland lebte vor allem von Beziehungen zu Korrespondenzbanken und wurde durch einige Repräsentanzen und Beteiligungen gestützt. Dem Korrespondenzbankprinzip war auch die EBIC verpflichtet, eine Gruppe europäischer Banken, die - unter Beteiligung der Deutschen Bank - 1968 in New York die European-American Banking Corporation und die European-American Bank & Trust Company gründete.

Sie boten ihre Dienste vor allem europäischen Firmen an, die Geschäfte in den Vereinigten Staaten tätigten, und gaben amerikanischen Niederlassungen europäischer Unternehmen Finanzierungshilfen. 1974 wurde die insolvent gewordene Franklin National Bank übernommen, wodurch sich der Weg in das Privatkundengeschäft öffnete. 1988 zog sich die Deutsche Bank aus dem Unternehmen zurück. Ergänzend kam 1971 die UBS-DB Corporation hinzu, die neben dem Effekten- und Emissionsgeschäft auch Leasing-Transaktionen und die Vermittlung von Beteiligungen anbot. Aus ihr wurde 1985 - nach der Zwischenstufe Atlantic Capital Corporation - die Deutsche Bank Capital Corporation.




Erst 1979 eröffnete die Deutsche Bank eine Filiale in New York.

erstes DB-Gebäude 1979
Leiter der Filiale New York 1979


Sie kam damit als letzte der deutschen Großbanken mit einer Niederlassung unter eigenem Namen nach Manhattan. Der Grund für dieses lange Abwarten war die Präsenz in Form ihrer Beteiligungsgesellschaften.



Niederlassungen 2001
Mit der verstärkten Hinwendung der Deutschen Bank zum Investment Banking in den 1990er Jahren wurde das Nordamerika-Geschäft immer wieder neu strukturiert.



Bankers Trust, 16 Wallstreet
Wichtige Zwischenschritte waren 1991 die Deutsche Bank North America Holding und 1995 die Gründung der Deutsche Morgan Grenfell. Es wurde aber deutlich, daß die Bank aus eigener Kraft die in diesem Geschäftszweig nötige Größe nicht würde erreichen können. Sie begann daher nach einer amerikanischen Bank Ausschau zu halten, mit der sie zusammengehen könnte. Diese wurde in der New Yorker Bankers Trust gefunden, die 1999 übernommen wurde.


  Infos & Downloads
Filmsequenz Closing Day 4.6.1999
.wmv file (234kb)




1 | 2 | 3 | 4