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| Home > Themen > Leipzig > Die Deutsche Bank in Leipzig |
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Am 27. Juni 1901 eröffnete die Deutsche Bank eine Filiale in Leipzig. Sie nutzte den spektakulären Zusammenbruch der Leipziger Bank, einem über die Grenzen Sachsens hinaus sehr angesehenen Institut, um in der traditionsreichen Handels- und Messestadt ihre fünfte Inlandsfiliale zu etablieren.
Die Deutsche Bank, die bisher - neben ihrer Auslandsniederlassung in London - nur in Bremen, Hamburg, Frankfurt am Main und in München vertreten war, hatte ihr Augenmerk schon längere Zeit auf den sächsischen Markt gerichtet.
Neben der Leipziger Filiale errichtete sie noch im gleichen Jahr, im August 1901, eine Filiale in Dresden, in der die bereits seit 1889 bestehende Depositenkasse aufging.
Die Deutsche Bank begann ihre Tätigkeit in Leipzig zu einem Zeitpunkt, als sich nach dem Übergang zur Mustermesse (1895) ein großer wirtschaftlicher Aufstieg der Stadt abzeichnete.
Mit zahlreichen Eingemeindungen, einem sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahl, vielen großen, das Stadtbild prägenden Bauwerken - Neues Rathaus, Hauptbahnhof, Messebauten etc.- rückte Leipzig unter die größten Städte des Deutschen Reiches auf.
Die Messestadt entwickelte sich gleichzeitig auch zum Mittelpunkt einer prosperierenden Industrieregion, der nach dem Ruhrgebiet zweitgrößten im Reich. Die Deutsche Bank übernahm in Leipzig nicht nur einen Teil der Kunden der zusammengebrochenen Leipziger Bank, sondern bezog 1902 auch deren prächtiges Gebäude im Stadtzentrum, neben dem Neuen Rathaus.
Es ist auch heute wieder - nach alten Plänen restauriert - Sitz der Filiale Leipzig. Geschäftlich spielte die Leipziger Niederlassung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine führende Rolle am Bankplatz Leipzig.
Bis zu ihrer Schließung 1945 konnte sie diese Position halten. Außer der Filiale am Martin-Luther-Ring unterhielt die Deutsche Bank in Leipzig noch mehrere Depositenkassen (Blücherstraße, Grimmaischer Steinweg, Ranstädter Steinweg, Gohlis, Plagwitz, Reudnitz).
Im August 1945 schloß die Sowjetische Militärische Administration Deutschland (SMAD) alle Kreditinstitute in der sowjetischen Besatzungszone.
Alle Vermögenswerte der liquidierten Filiale Leipzig der Deutschen Bank übernahm die neu gegründete Sächsische Landesbank, die später in der Staatsbank der DDR aufging.
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Depositenkasse Gohlis um 1940 |
Die Staatsbank bezog auch das Gebäude der Deutschen Bank am Martin-Luther-Ring in Leipzig.
Nach dem Fall der Mauer in Berlin begann die Deutsche Bank bereits Ende des Jahres 1989 mit dem Aufbau von Büros in der damaligen DDR. 1990 gründete sie zusammen mit der Deutschen Kreditbank, die das Filialnetz sowie den kommerziellen Teil des Geschäftes der Staatsbank der DDR übernommen hatte, die Deutsche Bank-Kreditbank AG.
Das neue Institut nahm seine Geschäftstätigkeit am Tag der Währungsunion, dem 1. Juli 1990, mit 140 Niederlassungen auf.
Auch die Filiale Leipzig begann an diesem Tag, im alten Gebäude der Deutschen Bank am Martin-Luther-Ring, ihre Tätigkeit.
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Depositenkasse Plagwitz um 1940 |
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Nach der Verschmelzung der Deutschen Bank-Kreditbank mit der Deutschen Bank firmiert sie seit 1991 auch wieder unter dem alten Namen: Deutsche Bank Filiale Leipzig.
Die Filiale Leipzig und ihr Bezirk, der Sachsen, Thüringen und Teile Sachsen-Anhalts umfaßt, spielt heute eine bedeutende Rolle im Geschäft der Deutschen Bank in den neuen Bundesländern.
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