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| Home > Themen > Hermann J. Abs > Biographie (HTML) |
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| Als Georg von Siemens, die große Gründerpersönlichkeit der Deutschen Bank im Jahre 1901 starb, wurde Hermann J. Abs geboren. Zusammen mit Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Wilhelm Vocke, dem Präsidenten der Bank deutscher Länder, und dem Gewerkschaftsführer Hans Böckler war Abs einer der fünf Deutschen, in denen sich der Wiederaufbau der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg personifizieren läßt. |
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Der am 15. Oktober 1901 in Bonn geborene Hermann J. Abs wuchs in einer streng katholischen, rheinischen Familie und einer bürgerlichen Umgebung auf, die von gewissen Ressentiments gegen Preußen geprägt war.
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| Von seiner Begabung her hätte er durchaus Mathematiker oder Dirigent werden können. |
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| Er zog es aber vor, nach bestandenem Abitur zunächst in dem Bonner Privatbankhaus von Louis David eine Lehre zu absolvieren. |
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| Nach Auslandsaufenthalten in Amsterdam, London, Nord- und Südamerika begann er in einem der bedeutendsten Berliner Privatbankhäuser, bei "Delbrück Schickler & Co.", seine Bankierkarriere. |
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| Im Januar 1938 trat Abs in den Vorstand der Deutschen Bank ein, da er hier größere Möglichkeiten der Entfaltung sah als bei einem Privatbankhaus. |
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| In der Zeit des Nationalsozialismus war Abs in der Bank für das Auslandsgeschäft zuständig, wodurch er mit der aggressiven Expansionspolitik des Regimes in Berührung kam. Er versuchte allerdings Distanz zum Nationalsozialismus zu wahren und trat der Partei nie bei. Abs war jedoch kein Held. Freimütig äußerte er im persönlichen Gespräch, nach seinem Verhältnis zum Nationalsozialismus gefragt, ein einziges Wort: "Ängstlich." In jüngster Zeit wurde in der wissenschaftlichen Diskussion die Rolle von Abs im Nationalsozialismus kontrovers diskutiert. |
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| Die große Zeit von Hermann J. Abs lag jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg, als er nach einer kurzen Inhaftierung durch die Alliierten am Wiederaufbau Deutschlands mitwirkte. Er war 1948 an der Errichtung der Bank deutscher Länder beteiligt und gründete im November 1948 die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die die Gelder aus dem Marshallplan verwaltete. |
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| Sein politisches Glanzstück jedoch waren die Verhandlungen über die deutschen Auslandsschulden in London. Mit dem Londoner Schuldenabkommen von 1953 wurde die Kreditwürdigkeit Deutschlands im Ausland wieder hergestellt. |
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| Gleichzeitig bemühte er sich zu Beginn der fünfziger Jahre um die Wiedervereinigung der nach dem Zweiten Weltkrieg zerschlagenen deutschen Großbanken. Dies gelang 1957, und Abs wurde der erste Sprecher der zusammengeführten Deutschen Bank - eine Funktion, die er bis 1967 innehatte. |
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| In dieser Zeit festigte er die Kontakte der Deutschen Bank zur Industrie und baute alte Beziehungen im Auslandsgeschäft wieder auf. |
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| Von 1967 bis 1976 war Abs Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank. Hermann J. Abs befaßte sich während seiner Tätigkeit als Bankier immer mit der Kunst. |
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| Er war Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt am Main, Vorsitzender im Kuratorium des Fördervereins der Alten Pinakothek in München und Vorsitzender des Vereins Beethoven-Haus in Bonn. 1991 war er Gründungsmitglied der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank. |
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| Hermann J. Abs starb am 5. Februar 1994. |
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