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Deutsch-Asiatische Bank Filiale Kalkutta

Kalkutta
DAB Filiale Kalkutta
Der Plan, eine DAB-Filiale in Indien zu errichten, datiert in das Jahr 1895. Bei der Wahl zwischen Bombay und Kalkutta fiel die Entscheidung zugunsten der Stadt am Ganges. Am 8. Oktober 1896 wurde die Filiale eröffnet. Doch schon bald wurde die Arbeit der Filiale durch äußere Einwirkungen in Mitleidenschaft gezogen: "Sehr störend wurde für uns ein schweres Erdbeben, das Kalkutta am 13. Mai 1897 heimsuchte, und in dessen Verlauf unser Bankgebäude so schwer beschädigt wurde, daß die hintere Ladenhälfte des Hauses abgetragen werden und neu aufgeführt werden mußte. Wir haben infolgedessen monatelang in einem halben Haus gesessen, das nach hinten notdürftig abgedichtet wurde, ein abscheulicher und schließlich nur im heißen Klima erträglicher Zustand", resümierte Franz Urbig, der auch hier die ersten Monate der Filialentwicklung begleitete. Erst nachdem in den Folgejahren mehrere Pestepidemien überstanden waren, konnte die Filiale Kalkutta für einige Jahre gewinnbringend arbeiten. Zu weiteren DAB-Filialgründungen in Britisch-Indien kam es aber nicht. Bei Beginn des Ersten Weltkrieges wurde die Filiale Kalkutta geschlossen. Seit dem 8. Oktober 1996 - auf den Tag genau 100 Jahre nach der Eröffnung der DAB-Filiale - ist die Deutsche Bank wieder mit einer Niederlassung in Kalkutta vertreten.