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| Shanghai, Stadtplan 1915 |
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Shanghai, Chinesenstadt |
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Shanghai, der Haupthandelsplatz am Yangtsekiang, dessen Tal von 200 Millionen Menschen bewohnt wird, bildet das Zentrum des ausgedehnten Handels dieser reichen Provinzen, die einerseits große Quantitäten Opium und englische Manufakturwaren für den Konsum importieren, andererseits die in diesem fruchtbaren Flußtal gewonnenen Produkte, hauptsächlich Tee und Seide, exportieren. Auf Grund dieses Handelsaustausches waren hier große Häuser und Banken seit den 50er Jahren, nach Erlöschen des Monopols der Ostindischen Handels-Kompagnie, gebildet worden.
Deutsche Firmen hatten, anfangs unter englischer Flagge sich einschmuggelnd, dank der damals liberalen englischen Handelspolitik gleichfalls hier schon festen Fuß gefaßt. Ihre späteren Erfolge verdankten sie hauptsächlich neben ihrer Tüchtigkeit ihrer sparsamen Lebensweise, die erfreulich mit der zum System ausgebildeten verschwenderischen Art der herrschenden englischen Klasse kontrastierte. ...
Shanghai, in einer sumpfigen Gegend gelegen, hatte keine reizvolle Umgebung, und es gebührt der englischen Tatkraft alle Achtung, daß sie aus diesem Ort ein "Model Settlement" mit allen Errungenschaften der Neuzeit geschaffen hat. Kanalisation, einen Rennplatz, Promenadenweg für Equipagen und Reiter, unzählige Klubs für Regatten auf dem Fluß, Kricketklub, eine Allee für "Football bowling" und jeglichen athletischen Sport.
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