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Einführung



Geschäftsinhaber der Disconto-Gesellschaft

Schon im Titel unterschieden sich die führenden Persönlichkeiten der 1851 in Berlin gegründeten Disconto-Gesellschaft von denen der Deutschen Bank. Die eher ungewöhnliche Organisation des Unternehmens, die der Disconto-Gründer David Hansemann gewählt hatte, sah ursprünglich einen Privatverein mit unbeschränkter Mitgliederzahl vor. Diese Mitglieder unterschieden sich in Geschäftsinhaber ("Direction") und in stille Teilhaber. Nur die Geschäftsinhaber waren Träger der Firma, während letztere nach außen nicht in Erscheinung traten. Diese Konstruktion bedingte auch den etwas umständlichen, offiziellen Namen der Bank: "Direction der Disconto-Gesellschaft".


Disconto-Gesellschaft
Die ersten Jahre war David Hansemann der einzige Geschäftsinhaber. 1857 holte er seinen Sohn Adolph in die Geschäftsleitung, der bis zu seinem Tod 1903 die tonangebende Persönlichkeit im Kreis der Geschäftsinhaber war, deren Zahl bis dahin auf sechs anwuchs.

An der Spitze des Geschäftsinhaberkollegiums standen, gemäß dem Anciennitätsprinzip, von 1903 bis 1911 Alexander Schoeller und von 1912 bis zur Fusion mit der Deutschen Bank im Oktober 1929 Arthur Salomonsohn. Ein Teil der Geschäftsinhaber blieb auch im Vorstand des vereinigten Instituts vertreten, die übrigen wechselten zumeist in den Aufsichtsrat.


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